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Mittwoch, 8. Februar 2017

Die Schönheit des Reisens

Aussortieren. Etwas das ich vermutlich viel öfter tun sollten, als mir recht ist. 
Mir fällt es unglaublich schwer von Erinnerungsstücken los zulassen. Ich möchte gerne alles behalten mit dem ich eine Erinnerung verbinde - da ist die Angst vor dem Vergessen so groß ist.
Doch jeder weis, dass man nicht alles aufheben kann, auch wenn man es in der digitalen Zeit denken mag, doch irgendwann ist jede Festplatte einmal voll.

Mir fällt das Aussortieren und das damit verbundene Entsorgen von Bildern besonders schwer. Doch meine Generation neigt dazu sehr viele Fotos zu machen - auch von (scheinbar) unwichtigen Dingen. Der Ordner mit den Fotos aus meinem Austauschjahr nimmt einige Gigabytes ein und es befinden sich wirklich unwichtige Fotos darunter (Fotos von meinem Frühstück, Kleidungsstücken die ich schön fand, Straßenbeschilderung um mich zurecht zu finden und von manch Sonnenuntergang gibt es gefühlte tausend Abbildungen).

Aussortieren tut auch gerade mein Papa, begeisterter Hobby-Fotograf, allerdings keine digitalen Fotos, sondern noch echt Dias - von denen wir noch jede Menge haben.
Und so ist nun unser Wohnzimmer abgedunkelt und vom Summen des Dia-Projektors gefüllt. An der Wand erscheinen wunderschöne Bilder von Irland, London, Berlin, Spanien und anderen Urlauben meiner Eltern.
Mich faszinieren diese kleinen Bildchen einfach - sie haben so etwas an sich. Viel mehr noch das Gefühl, man hätte einen Moment eingefroren - einfach so abgespeichert und aufbewahrt, wie in einem großen Marmeladenglas. Bei den heutigen digitalen Fotos hat man meist nur das Gefühl von einem Abbild, einer Bestandsaufnahme und nicht von einem Moment - es wirkt meist zu klar, so genau und gefühlskalt.


Vielleicht sind "Retro-Filter" bei den ganzen Bearbeitungsapps deswegen so angesagt, weil sie dieses Gefühl von Wärme und Geborgenheilt probieren zurück zugeben.

Mich haben nicht nur die Bilder an sich begeistert sondern selbst verständlich auch ihre Motive - kleine englische Landhäuser, Menschen beim Picknick im Hyde-Park, kleine verlorene Gassen, grüne Palmen im Sonnenlicht, verlassene Friedhöfe im Novembernebel, Bilder vom Meer, wo man regelrecht die Wellen hört, und stille in sich ruhende Naturlandschaften.
In mir hat es vorallem wieder das Reisefieber geweckt, das Gefühl, dass da "draußen" noch so viel mehr wartet und man nie weis, wann und ob man jemals sonst die Zeit dafür haben wird (oder sich nehmen wird). 
Das ich habe das Glück, dass ich dieses kommende Frühjahr wirklich vermehrt reisen werde und diese Möglichkeiten nutzen werde, doch hätte ich die nicht schon bekommen - hätte ich vermutlich spätestens jetzt einen Flieger gebucht :)

Eure Alexa ❤

Samstag, 22. Oktober 2016

Besuch aus Finnland!

Letzten Sonntag war es dann soweit - das Wiedersehen nach über vier Monaten! Am Flughafen in Tampere haben wir uns damals hej då gesagt, ohne wirklich zu wissen, wann wir uns mal wieder sehen werden. 
Über den Sommer kam dann die Idee, dass Liida mich ja gleich diesen Herbst besuchen könnte. Zum Glück ging es wirklich von unseren unterschiedlichen Ferienzeiten - und so sind Papa und ich am Sonntagmorgen nach Berlin gefahren um sie vom Flughafen abzuholen. 
Die Woche war anstrengend, aber sehr schön! Von morgens bis abends schwedisch reden, lachen, sich gemeinsam an Ausflüge in Stockholm erinnern, deutsche Supermärkte erkunden und ihr einfach mein Leben zeigen.


Am Sonntag waren wir ein bisschen spazieren - Beine vertreten nach der langen Autofahrt. Nachmittags kam zum Kaffee meine Oma vorbei und es war sogar so warm und sonnig, dass wir wirklich mitte Oktober draußen im Garten sitzten konnten!
Liida mit dem "Wahrzeichen" von Stadtroda!

Am Montag ging es zur Wartburg - ja, etwas peinlich. Ich als Thüringerin war zuvor noch nie dort gewesen, da muss erst Besuch aus Finnland kommen, damit mal zum UNESCO Welterbe in Thüringen fährt...
Das hochlaufen zur Burg war doch weiter, als ich anfangs gedacht hatte. Liida und ich haben dann auf der Burg an einer englischen Tour teilgenohmen, die auch sehr interessant war und zudem auch nur aus zehn Leuten bestand. Meine Familie war bei der deutschsprachigen Tour und diese war deutlich größer 30-40 Personen!


Dienstag waren wir in Jena unterwegs - ein wenig Stadt zeigen sowie ein Besuch im Perlenladen, wo wir jeder uns ein kleines Schmuckteil gebastelt haben. 
Abends haben wir dann Mamma Mia angeschaut - das war der einzige Film der eine schwedische Version mit dabei hatte. Auch wenn die Übersetzung stellenweise schlecht war, war es trotzdem ein schöner Abend.

Liida mit ihrer ersten thüringer Rostbratwurst!
Da haben wir doch echt schwedisches Eis im Tegut gefunden!

Am Mittwoch sind wir dann spontan meiner Mama und meiner Schwester zu einem Ausflug gefolgt. Zum Kerzenziehen! Es war eine kleine Werkstatt in einem alten Stall - eine wunderschöne Location! Es passte einfach perfekt mit den großen hölzernen Eimern in denen das Wachs war. Jeder hat drei Paar (à zwei Kerzen) gemacht - eine schöner als die Andere! Bei jedem eintauchen, veränderte sich die Farbe und man konnte zusehen, wie sie größer wurden! 
Ich fand zudem, dass es etwas sehr beruhigendes hatte - fast wie eine Art Klosterarbeit - alles war so still. Jeder bedacht seine Kerzen vorsichtig wieder in Wachs zu tauchen und gespannt zusehen, wie sich Form und Farbe mit der Zeit verändern.





Ja und dann war auch schon wieder die Zeit verflogen und der letzte Tag gekommen. Für Donnerstag hatten wir uns einen Tag in Berlin überlegt - da Liida am Abend sowieso wieder von Berlin nach Finnland fleigen würde. Wir hatten wirklich viel Glück mit dem Wetter und nur ab und zu ein paar Regentropfen. Mit Papa als Stadtführer konnte auch nichts mehr schief gehen und so haben wir wirklich viel gesehen!




Insgesamt war es eine wirklich tolle Woche!

Eure Alexa  ❤

Sonntag, 3. April 2016

#8 Fotoreihe - Kolarbyn

Stille. Nur der Wald mit seinen Bewohnern und der Wind sind zu hören. 
Ein Wochenende draußen im Wald, ohne fließend Wasser oder Strom. Dafür mit Lagerfeuer, Kerzen und Besinnlichkeit.

Ich muss zugeben, am Anfange war ich nicht wirklich begeistert. Die Idee, Anfang April draußen im Wald in kleinen dunklen Hütten zu schlafen ohne jeglichen Komfort hat mir nicht gleich zugesprochen. Ich bin nicht der geborene Outdoor-Mensch. Ich bin kälteempfindlich und gleiches auch für zu warme Temperaturen, zudem habe ich Angst vor Spinnen und meide auch sonst alle andere "Krabbeltiere" - dies alles erschien mir nicht als perfekte Vorraussetzung, doch meiner Gastfamilie zu liebe und auch als Abenteuer für mich - habe ich mich überwunden und dem ganzen positiv zugestimmt. 

Am Freitag ging's dann los! Als wir ankamen, wusste ich, dass es eine gute Entscheidung war. Ich habe mich gleich verliebt in das Gelände, die kleinen Hütten und die unzähligen kleinen Feuerstellen und Wege. 
Nach einer fika, gab es auch gleich die erste Lektion in Sachen Holz hacken für mich. Eigentlich wollte ich nach den ersten Fehlschlägen (wortwörtlich) wieder aufhören, da es mir fast unmöglich schien, dieses Holz in zwei zu spalten... Doch irgendwie habe ich dann doch Gefallen gefunden und kann nun Holz hacken zu einer neuen "Fähigkeit" von mir zählen - mir hat es richtig Spass gemacht und es war zugleich auch noch ein super Workout, denn am nächsten Morgen hatte ich ordentlichen Muskelkater :D
Abends waren wir noch in der Saune und haben ordentlich geschwitzt mit einem wunderschönen Ausblick auf den See - in den wir anschließend auch gestiegen sind um uns abzukühlen. Oh man, das war echt kalt, aber auch super cool!
Den Rest des Wochenendes haben wir damit verbracht, Essen auf offenem Feuer zu kochen, im Bach abzuwaschen, ein bisschen wandern zu gehen und gemeinsam abends im Kerzenschein zusammen zu sitzen. 


Waldidylle
Die letzten Sonnenstrahlen
Bastu // Sauna
Ausblick von der Sauna
Badezimmer und Spülplatz
Das Feuer unser ganztägiger Begleiter
Weg zu einer der Hütten
Unsere Hütte
Abendbeschäftigung
Küche :)
Das erste Blümchen gefunden

Morgen fängt die Schule dann wieder an und es geht zurück zum Alltag nach einer erholsamen Ferienwoche...
Hier noch die Seite zu der Unterkunft: http://kolarbyn.se/ (gibt's auch in englisch)

Eure Alexa ❤ 

Innan jag glömma att tacka! Tack till min värdsyster som tog de flesta fina kort! Tack så mycket! 

Mittwoch, 24. Februar 2016

Diese perfekten Momente

Kennt ihr dass, wenn einfach alles stimmt und sich einfach nur fantastisch anfühlt? Letzten Samstag war das der Fall bei mir, als ich mit anderen Austauschschülern in Uppsala war.

Wir (finnische Austauschschülerin, deutsche Austauschschülerin und ich) kamen gegen halb drei bereits in Uppsala an und sind einfach durch die Stadt gelaufen, auf der Suche nach nichts außer ein paar schönen Eindrücken von der Stadt. Auf einmal standen wir vor einem Süßigkeitenladen und mussten uns natürlich alles anschauen - meterlange Regale mit unterschiedlichen Köstlichkeiten, die jedes Kinderherz sofort höher schlagen lassen.
Irgendwann später find der Schneeregen an, sodass wir uns der Kirche verkrochen und uns Deckenmalerein etwas länger anschauten, als es sechzehn/ siebzehn jährige Mädchen für gewöhnlich tun. 
Danach war uns allen nach einer fika mit warmer Schokolade - so sassen wir beinahe zwei Stunden in dem kleinen alten Cafe, welches alle Studenten lieben. Es ist, als wäre man bei Oma - gemütlich, warm, der Duft von frisch Gebackenem und Kaffe, alte Holzdielen in kleinen, verwinkelten Räumen und alle Sitzgruppen sind mit unterschiedlichen Möbelstücken. 
Einfach nur dasitzen und erzählen oder gedankenverloren warme Schokolade trinken.

Gegen um sechs haben wir zwei andere Austauschschüler getroffen und sind gemeinsam bowlen gegangen. Wir waren die ersten in der grossen Halle. Bunte Lichter, die leeren Bowlingbahnen und die Charts aus den Jahren als wir uns so unglaublich cool gefühlt haben weil wir dachten wir wären schon erwachsen, dabei waren wir doch erst zwölf, doch in unseren Augen damals war alles möglich. So auch an diesem Abend. Eine entspannte Mädelsrunde - ohne vorrangigen Punktevergleich, einfach nur spielen und das Glück die Kugel lenken lassen.
Das Glück lag auf meiner Seite - obwohl wir alle verdammt stark waren, schubste ich ein paar mehr Kegel von der Bahn. Ein schönes Gefühl, nach all den Jahren, wo ich mir selbst gesagt habe, dass alles was in dem Themenbereich "Sportliche Aktivität" mir nicht liegen würde. 
Die Bowlinghalle blieb trotz Samstagabend recht leer und neben uns die Bahnen blieben frei. Nach drei Runden waren unsere zwei Stunden wie im Flug vergangen und wir aßen noch zu Abend im kleinen Bistro der Bowlingbahn. 
Während dem Essen Züge gecheckt für die Heimfahrt und festgestellt, dass bereits in einer halben Stunde der nächste passende kommt. Also schnell den letzten Bissen hintergeschluckt, Schuhe gewechselt und Jacken an. 
Draußen war es kalt. Der Schneeregen hatte nachgelassen, doch der komplette Boden war ein einziger Schneematsch. 
Google sagt wir brauchen 17 Minuten. Wir wissen, dass bereit in 20 Minuten unser Zug fährt und der näste erst eine halbe Stunde später kommt. 
Wir gehen schneller und mit jedem Schritt wächst die Angst, dass wir den Zug in letzter Sekunde verpassen und so länger in der Kälte stehen müssen. Dieser Gedanke treibt uns an, irgendwann fragen wir uns, ob wir nun rennen sollen oder einen Zug später nehmen sollen. 
Wir fangen an zu rennen, der Boden gibt keinen Halt und bei jedem Schritt spritzt uns Schneewasser an die Hose. Wir lachen, motivieren uns und japsen nach Luft, weil das Abendessen noch schwer im Magen liegt. Im Laufschritt schwöre ich den anderen mit dem joggen anzufangen - sobald es wärmer wird, versteht sich.
Wir laufen über leere rote Kreuzungen und checken gleichzeitig Google um nicht falsch abzubiegen. 
Wir erreichen den Bahnhof rechtzeitig - gut in Zeit, drei Minuten noch bis zur Abfahrt. Wir setzten uns in den Zug und atmen auf. 
Auf der Zugfahrt sind wir müder als wir dachten und scrollen mit halb-geschlossenen Augen durch die facebook-timeline - und so geht ein schöner Tag zu Ende. 
Uppsala immer eine Reise wert - jedesmal erleben wir dort verrückte Dinge über die wir noch Monate später lachen können. 

Eure Alexa ❤

Samstag, 13. Februar 2016

Lebensenergie aus Schweden

Nach einer Ewigkeit - Ja ich lebe noch!
Und im Moment sehr glücklich!

Ein recht komischer und ungewöhnlicher Anfang, aber besser als gar kein neuer Post! Im Moment kann ich echt nicht klagen, ich bin in so einer Hochphase der Gefühle und alles ist einfach nur einzigartig und wunderschön. 
Innerlich bete ich das diese Phase lange anhalten soll, weil ich nach Wochen von Fragen-nach-dem-Sinn-des-Lebens genug habe und endlich wieder mein Leben so richtig genießen will. 

In der Schule läuft es gut, ich fühle mich wohl und kenne mich langsam aus und kenne immer mehr von diesen 2000 Schülern! In meinen Fächern läuft es okay und ich war vermutlich noch nie eine so "schlechte" Schülerin. Aufsätze reiche ich eine Woche zu spät ein, in Englisch kopiere ich Stellen aus dem Lehrerbeispiel in meine Arbeiten rein, in Geschichte und Sozialkunde vergesse ich die Seiten im Buch zu lesen und in Mathe spiele ich die Super-Streberin die nicht zuhören braucht und stattdessen willkürlich einfach irgendwelche Aufgaben rechnet - je nachdem wie ich Lust habe. 
Irgendwie fühlt es sich aufregend an. Nach zehn Jahren Schule in Deutschland, wo ich immer alles in Zeit gemacht habe, immer alles mit geschrieben habe und sorgfältig meine Aufgaben gemacht habe. In Deutschland habe ich wirklich zu dem kleinen Prozentsatz gehört, der nie im Unterricht heimlich Musik gehört hat oder sonst verbotener Weise das Handy genutzt hat. 
Hier lebe ich nach dem Motto "Du hast nur noch vier-fünf Monate - nutze deine Freiheit!". Wenn ich nach Deutschland zurück komme, habe ich nochmal drei Jahr Schule vor mir. Drei Jahr in denen ich in mein altes Raster zurück fallen werde. Dann bin ich wieder die, die zuverlässig immer weis, was der Lehrer im Unterricht gesagt hat. Und diejenige die ehrgeizig ist und gerne gute Noten schreibt. 
Ich weis, dass ich in Deutschland nicht mehr im Unterricht Instagram oder Snapchat checken kann - deswegen tue ich es hier einmal mehr :)

Gestern haben wir nochmal Schnee bekommen, eigentlich hatte ich die Hoffnung auf schwedischen schneereichen Winter schon verloren, doch heute hatten wir einen herrlichen sonnigen Wintertag! Gestern, war der 12.Februar. Für die meisten ziemlich unbedeutend, ein Tag im Februar mit Matschschnee und zwei Tagen vor Valentinstag - auf facebook tausende Bilder von roten Rosen, Pralinen, Herzen und im Kontrast Bilder von Personen die alleine auf der Couch mit Chips und Schokolade sitzen, als selbstbewusstes Statement Singel zu sein.
Ok, ich schweife vom Thema ab, denn der 12. Februar bedeut, dass ich nun genau vor einem halben Jahr im Flieger nach Schweden saß!
Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!

Eure Alexa ❤

Freitag, 20. November 2015

100

100 Tage bin ich nun schon in Schweden.
Das ist lange - länger als es mir vorkommt. Ich bin stolz auf die Zeit - stolz das ich so viel schon gelernt habe. Doch gleichzeitig bekomme ich Angst, denn 100 Tage in Schweden bedeutet auch das ein Drittel der Zeit nun schon vorbei ist - bei dem Gedanken tut mir schon jetzt das Herz weh.

In diesen 100 Tagen habe ich viel erlebt und gesehen - dafür bin ich meiner Gastfamilie sehr dankbar! Ich habe Talliin gesehen, war in Göteborg, habe in Uppsala ATS getroffen, war oft in Stockholm und in verschiedenen Museen, bin durch Tiveden gewandert und habe sogar schon eine Nacht im Zelt verbracht. Doch da ist soviel mehr was ich erlebt habe und nicht in Worte fassen kann. Weil es Gefuehle sind die ich kennen gelernt habe und es zu schätzen gelernt habe die kleinen Augenblicke des Glückes zu genießen.
Danke!

Eure Alexa ❤

Mittwoch, 11. November 2015

Schreibblockade // skiv kramp

Ich möchte gerne schreiben - aber, ich finde einfach keine Worte. Ich habe in den letzten Tagen mehrere Post angefangen zu schreiben und bin nie über zehn Zeilen gekommen - irgendwie fehlt dann immer was. Ich möchte euch so gerne schreiben, wie sich all das hier anfühlt. Doch ich weiß manchmal selber nicht, was ich eigentlich fühle. Ich erlebe hier Momente da bin ich so glücklich das ich am liebsten schreien möchte vor Glück einfach nur um irgendwie wieder Luft zu bekommen.
Klar, in Deutschland war ich auch oft glücklich und habe selbstverständlich Unmengen an tollen Momenten erlebet, aber das hier ist was anderes. Unbezahlbar und wunderschön.

Letzten Freitag war ich mit Liida (finnische Austauschschülern und eine gute Freundin von mir) unterwegs. Irgendwann merkten wir, dass wir den gesamten Nachmittag nur schwedisch miteinander gesprochen haben.
Dann sitzt man da und lacht sich nur an und erinnert sich an den Anfang, als man hier vor fast neunzig Tagen ankam und sich nicht verständigen konnte. Damals haben wir uns vorgestellt, wie es wohl sein mag eines Tages schwedisch zu können. Klar, noch immer gibt es viel, was ich nicht verstehe - aber, es wird jeden Tag mehr, was ich verstehe.
Mittlerweile fühle ich mich auch wohler schwedisch zu sprechen, als englisch zu sprechen. Auf Schwedisch ist es nicht schlimm, wenn ich einen Fehler mache - ich bin ja erst seit drei Monaten hier. Englisch hingegen macht mir Angst, jeder Satz ist mir unangenehm - ich weiß das meine Grammatik in der gesprochenen Sprache nie zum Einsatz kommt. Eigentlich macht mir das nichts aus - doch hier spricht jeder nahezu perfektes englisch, da bekommt man dann schon Komplexe.
 
Eure Alexa ❤

Montag, 19. Oktober 2015

Herbstwochenende

Ich möchte euch gerne mehr schreiben, will euch mit nehmen auf meine unbeschreibliche Reise, will alles mit euch teilen - doch das ist schwer. Schwer das Erlebte und die Gefühle in Worte zufassen.
Vieles ist einfach einmalig und für Außenstehende nur schwer zu verstehen.Gleichzeitig möchte ich das meine Text nicht einfach nur ein Haufen aus Informationen sind, sondern mit Liebe geschrieben sind. Aber, ich merke, wie mir jeder geschriebene Satz schwerer fällt. Die Worte sind da, aber sie ergeben in ihrer Reihenfolge keinen Sinn mehr.
Lena, unsere Brezeln und ich :)

Ich probiere es trotzdem :)
Das Wochenende war super, am Samstag war ich bei Lena. Wir haben Brezeln gebacken und ein wenig im Wald rumgelaufen und vorallem viel geredet. Unserer Brezeln sind eigentlich ganz gut geworden, nur irgendwie etwas fest...

Am Sonntag waren wir früh erst joggen und sind dann nach einem kurzen Lunch zu meiner "Gast"Tante gefahren. Das Haus war wunderschön und typisch schwedisch - ich kam mir vor wie in einem Astrid Lindgren Film :D


Das schönste Haus in Schweden

Eure Alexa ❤

Samstag, 16. Mai 2015

Ein Tag, wie im Film

Ja denn genau so ein Tag war heute. Ich stelle mir das Leben oft als Film vor und frage mich, wie man gewisse Situationen darstellen würde. Ich sehe regelrecht die Szenen mit Musik fertig vor meinem inneren Auge.
Heute war ein solcher Tag, wo man im Kino sitzen würde und sich einen solchen Tag ebenfalls wünschen würde :)
Er war einfach wunderschön vollkommen. Wir sind zu siebt (nur Mädels zwischen 10 und 67 Jahren) auf den Flohmarkt gefahren nach Jena und waren dann dort von 10Uhr bis 16Uhr und es war einfach toll. Wir waren ein richtiger Hühnerhaufen es wurde nur gelacht und erzählt ohne Ende. Die Verkäufer hinter den Ständen waren immer ganz überrascht, als immer mehr von uns kamen. Doch das Beste war vermutlich, als wir durch Zufall bei jemandem schwedische Bücher gefunden haben. Und noch besser, die beiden waren o(der besser gesagt sind) Schwedisch-Dozenten an der Uni!!! Und dann haben wir eben noch kurz erzählt und sie haben mir alles Gute für Schweden gewünscht.
Klar, jetzt  könnte man sich fragen, wieso es ein so toller Tag war. Letztlich waren wir eben sieben gutgelaunte Mädels die ihren Spaß hatten beim durch stöbern vom Flohmarkt. Doch das besondere war einfach die Stimmung des Ganzen, es hat halt einfach alles gepasst und sich so gut angefühlt. Dazu noch das Wetter, immer Sonne, aber noch nicht zu heiß. Ein Tag ohne Zeitgefühl, ein Tag wo man sich einfach treiben lässt und den Moment einfach nur genießt und im jetzt lebt und nicht in Gedanken schon weiter ist.

Ich wünsche euch morgen noch einen tollen Sonntag, bevor die Woche wieder startet.

Eure alexa
Huehnerhaufen

Mein erstes
schwedisches Kinderbuch

Dienstag, 31. März 2015

Blog auf Papier

Heute nur was Kleines und eher so am Rande aus dem privaten Leben.

Meine Familie findet es natürlich auch toll das ich blogge und sie unterstützen mich da auch immer. Die eine Omi schreibt mir fast immer eine Mail, wenn ich wieder einen neuen Hunderter anbreche bei meinen Klicks. Hier noch mal ein DANKE an dich Omi. Dafür das du meinen Blog so mit verfolgst und mich immer bei allem unterstützt. Du bist immer mit die Erste, die mit mir neue Pläne und Abenteuer schmiedest.
Ich denke meine andere Oma, würde ebenfalls gerne täglich auf meinen Blog schauen und lesen, was es neues gibt. Doch sie hat keinen Computer und somit auch kein Internet, um meinen Blog zu lesen.
Doch auch dafür habe ich jetzt eine Lösung gefunden. Ich habe ein kleines Buch/Heft gebastelt wo ich meinen Blog "abheften" kann. So kann ich ihr jeden Monat die neuen Posts mit hinten dran heften. Und sie kann endlich auch mit dran teilhaben was es bei mir Neues gibt.

Das war's für heute auch schon wieder :)

Eure Alexandra ❤





Dienstag, 24. März 2015

Ambitionierter Nichtstuer

Hej,
ich mache ganz spontan noch einen kleinen Blogpost heute Abend aus einem einfachen Grund :)
Ich war bei YouTube unterwegs, klicke mich durch verschiedene Videos und sehe in der Vorschau-Werbung (wie nennt man diese Werbung vorm Video?), Werbung für Schweden!!


Da hab ich natürlich sofort mal drauf geklickt, da kam man dann zu der Seite und was stand da? "Was für ein Schweden-Typ bist du?" und ich liebe so Quiz und Tests zur Persönlichkeit sowieso und erst recht, wenn es mit Schweden zu tun hat. Also die paar Fragen gemacht (man muss sich zwischen zwei Bildern entscheiden) und mein Ergebnis:

Du bist ein:
ambitionierter Nichtstuer

Aber auch ein Stück weit ein
elchverrückter Natur-Fan

Den Erholungsfaktor seines Urlaubs bestimmt der ambitionierte Nichtstuer anhand von zwei Parametern: Meter zum Strand und gelesene Buchseiten pro Tag. Am glücklichsten ist er, wenn er durch idyllische Kleinstädte schlendern kann, ein gutes Essen serviert bekommt, Land und Leute beobachten darf. Und wenn ihm das alles zu hektisch wird, geht er eben ans Meer und sieht der Sonne beim Untergehen zu.
Ambitionierte Nichtstuer vermeiden volle Zelte, lange Schlangen und anstrengende Herausforderungen. Sie bevorzugen den langsamen Lebensrhythmus am Strand, nette kleine Tagesausflüge und zur Stimulation ihrer Sinne brauchen Sie kein Adrenalin sondern nur ein paar Glückshormone.
Die größte Urlaubsaktivität  ist da oft schon das Aufhängen der Hängematte oder die Suche nach dem perfekten Platz für die Sonnenliege.
Typisches Status-Update:
Ausblick von der Veranda oder aus der Hängematte.




Ja und das verrückte daran ist, es stimmt! Ich liebe es, nichts zu tun und einfach nur an meiner Heizung zu sitzen, aus dem Fenster zu schauen und mich total in der Zeit vergessen, um einfach nur sinnfreien Gedanken nach zuhängen. Gutes Essen, viel lesen und Ruhe zum Nichtstun und Leute beobachten gehört für mich einfach zu einem guten Sommertag :D
Naja und elchverrückter Natur-Fan bin ich natürlich auch, sonst würde ich ja nicht nach Schweden gehen :D


Also allen noch viel Spaß beim nichts-tun!
eure Alexandra ❤



Die Links:

Der Werbespot: https://www.youtube.com/watch?v=JZjdY82EJTo

Der Test: http://swedishmoments.de/?utm_source=Youtube&utm_medium=45-Sek&utm_campaign=swedishmoments&gclid=CIy-36vVwcQCFSETwwodGxUAUw



PS. Ich warne vor dem Lied bei dem Werbespot, die Melodie bekomme ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf und ich habe plötzlich gaaaaaanz große Lust auf Sommer, Strand und Schweden ☼❤♫

PPS. Bild stammt von der Seite www.weheartit.com

Mittwoch, 11. Februar 2015

Einfach nur so...

Sunshine  ☀🌸

Einfach nur so, weil ich gerade glücklich bin schreibe ich mal wieder was :)
Ich fühle mich im Moment richtig happy und leicht vor Glück, das liegt vor allem daran das ich heute mit meiner Gruppe die Projektarbeit abgeschlossen habe (den schriftlichen Teil). 
Heute haben wir es nun endlich geschafft, die Arbeit ist gedruckt und gebunden! Für Außenstehende schwer nachvollziehbar doch mir (und den anderen) fällt ein Stein (eher ein Felsbrocken) vom Herzen.
Außerdem freue ich mich, heute einfach über das Wetter, die Sonne tut der Seele so gut. Und langsam können wir sie von Tag zu Tag länger genießen.

Ich wünsche euch allen das ihr auch noch was von der Sonne genießen könnt!
Eure Alexandra



Projektarbeit müssen alle in Thüringen schreiben, die einen Realschulabschluss bekommen wollen. Die Arbeit wird zusammen in einer Gruppe geschrieben, über ein frei gewähltes Thema. Zeit hat man vom 2. Halbjahr der 9. Klasse bis ca. Halbjahr der 10. Klasse. Bei uns ist Abgabetermin am 16.02., also nächsten Montag.
Zu dritt kommt man da schon leicht um die 60 Seiten...

PS. Bild stammt von der Seite www.weheartit.com

Donnerstag, 5. Februar 2015

Achterbahn

Es gibt verdammt viele Sprüche und Gedanken zum Thema Auslandsjahr, einige haben ganze Seiten voll damit. Doch einer hat es mir besonders angetan, den möchte ich auch mit euch teilen. Dieser beschreibt einfach am besten das Gefühl. Auch wenn ich selber nie Achterbahn fahre und mein Auslandsjahr noch nicht mal richtig begonnen habe, denke/weiß ich dass es genauso ist.

Ein Austauschjahr ist wie eine Fahrt mit der Achterbahn.
Zuerst will man unbedingt damit fahren und ist fasziniert von der Vorstellung, man freut sich seit Ewigkeiten auf diesen einen Tag, wo es so weit ist. Dann geht es schnell. Man muss einsteigen und dann kommen die ersten mulmigen Gefühle. Dann gibt es Hochs und Tiefs. Aber es wechselt danach sehr schnell. Am Ende ist man ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist, ein bisschen stolz, dass man es gemeistert hat, erfreut wieder festen sicheren Boden unter den Füßen zu haben. Und eigentlich würde man am liebsten sitzen bleiben und noch einmal fahren.




Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
und hoffe das ihr dieses kribbeln im Bauch
kennt und genauso liebt wie ich.

Eure Alexandra



PS. Bild stammt von der Seite www.weheartit.com

Donnerstag, 22. Januar 2015

Hejsan!

Ich wollte einfach nur ein kurzes Update schreiben, weil ich gerade vom Schwedisch-Kurs komme und sehr gute Laune habe :D
Heute war ich das erste Mal seit langem wieder mit dabei. Um ehrlich zu sein, das erste Mal in diesem Jahr. Die erste Woche war ich krank und letzte Woche ist es ausgefallen. Deswegen habe ich mich heute umso mehr gefreut, endlich schwedisch zu reden (so gut es eben geht). Teilweise saß ich einfach im Kurs, hab nichts verstanden, war aber einfach nur glücklich da zu sein und die schwedische Sprache zu hören.
Wir haben heute gelernt, wie man eine Wegbeschreibung macht. Eine solche Wegbeschreibung haben wir auch als Hausaufgabe auf. Zudem hole ich eine Hausaufgabe noch nach, von vorletzter Woche, da soll man einen kleinen Text über die eigene Familie schreiben. Mal sehen wie das wird...

God kväll!
Kram till er!
Alexandra


 
PS. Bild stammt von der Seite www.weheartit.com

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachten am 18. Dezember

Ich hatte am Donnerstag (18.12) eine echte Weihnachtsüberraschung! Es war Post im Briefkasten von YFU, einerseits nette Weihnachtsgrüße, doch dann gab es noch einen Brief über den ich mich sehr gefreut habe. - Die Einladung zur Vorbereitungstagung !!!
Für mich wird es vom 05. April bis zum 11. April nach Lauenburg gehen! Ich hab mich total gefreut! Ich hatte mir im Vorfeld einige Sorgen zum Zeitpunkt der VBT gemacht, da ich im Sommer auch Prüfungen habe. Doch nun ist alles super und ich bin happy!

Eigentlich wollte ich gleich an dem Donnerstag euch dazu einen Blogpost schreiben, aber daraus ist irgendwie nichts geworden...
Nun ist schon der 24.12. und ich wollte euch jetzt einfach schnell bescheid sagen, das ich meine Einladung nun eben habe.

Ich wünsche euch allen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest!!!
Eure Alexandra

Mittwoch, 24. September 2014

Juhu!! Ich hab Post!

Eigentlich wollte ich jetzt YFU anrufen und nachfragen ob das alles klar geht, weil ich die E-Mail ja noch nicht bekommen habe. Dacht mir naja, schaust erst noch mal in dein Postfach. Und da waren sie! Meine Platzierungsunterlagen!! Ihr seid jetzt auch mit die ersten die es erfahren ich hab noch nicht mal die Mail genau gelesen nur kurz überflogen. Es freut mich einfach das es jetzt auch von YFU bestätigt ist.

Meine Beschäftigung für die nächsten Wochen steht somit erst mal. Denn wie man das von anderen ATS so mitbekommt ist das ja doch recht viel zum ausfüllen.
Ich denke ich schreibe dazu, aber auch noch mal einen extra Post...

Macht's gut,
eure Alexandra

Mittwoch, 6. August 2014

Hejsan!


Lang habe ich mich nun nicht mehr gemeldet auch, weil ich zwischenzeitlich im Urlaub war. Doch es gibt wichtige Neuigkeiten!!
Am Samstag (19.07.), meinem ersten Ferientag sozusagen, hab ich einen großen brauen Umschlag von YFU erhalten und konnte es kaum fassen. Meine Mama hat gelacht und geweint als ich den Umschlag aufgemacht habe. Drinnen stand es dann wirklich schwarz auf weiß, ich bin angenommen für Schweden. Danach hab ich erst mal einen kleinen Freudentanz veranstaltet, das war der beste Ferienstart den es geben konnte. Am nächsten Tag ging es gleich in den Urlaub, den Brief mit dem beiliegenden Vertrag, hatte ich schnell noch mit in den Koffer geschmissen, da man im Urlaub bekanntermaßen mehr Zeit für solche Sachen hat als zu Hause im Alltagsstress. So war es auch, zusammen mit meinen Eltern haben wir uns den Vertrag angeschaut und letztendlich auch unterschrieben. Den Vertrag an sich hab ich schon wieder vor knapp einer Woche abgeschickt. Seit dem warte ich auf eine E-Mail oder sonst etwas von YFU, was mir bestätigt dass der Vertrag angekommen ist oder wie die weiteren Schritte sind.
Was auch noch interessant ist ist das aus der Teilnehmernummer hervorgeht, das ich mit unter den 200 ersten bin, die im Programm mit auf genommen sind.
Das war erst mal mein kleines "Upgrade", sobald ich mehr weis schreib ich euch wieder!

Vi ses!
Alexandra