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Sonntag, 3. April 2016

#8 Fotoreihe - Kolarbyn

Stille. Nur der Wald mit seinen Bewohnern und der Wind sind zu hören. 
Ein Wochenende draußen im Wald, ohne fließend Wasser oder Strom. Dafür mit Lagerfeuer, Kerzen und Besinnlichkeit.

Ich muss zugeben, am Anfange war ich nicht wirklich begeistert. Die Idee, Anfang April draußen im Wald in kleinen dunklen Hütten zu schlafen ohne jeglichen Komfort hat mir nicht gleich zugesprochen. Ich bin nicht der geborene Outdoor-Mensch. Ich bin kälteempfindlich und gleiches auch für zu warme Temperaturen, zudem habe ich Angst vor Spinnen und meide auch sonst alle andere "Krabbeltiere" - dies alles erschien mir nicht als perfekte Vorraussetzung, doch meiner Gastfamilie zu liebe und auch als Abenteuer für mich - habe ich mich überwunden und dem ganzen positiv zugestimmt. 

Am Freitag ging's dann los! Als wir ankamen, wusste ich, dass es eine gute Entscheidung war. Ich habe mich gleich verliebt in das Gelände, die kleinen Hütten und die unzähligen kleinen Feuerstellen und Wege. 
Nach einer fika, gab es auch gleich die erste Lektion in Sachen Holz hacken für mich. Eigentlich wollte ich nach den ersten Fehlschlägen (wortwörtlich) wieder aufhören, da es mir fast unmöglich schien, dieses Holz in zwei zu spalten... Doch irgendwie habe ich dann doch Gefallen gefunden und kann nun Holz hacken zu einer neuen "Fähigkeit" von mir zählen - mir hat es richtig Spass gemacht und es war zugleich auch noch ein super Workout, denn am nächsten Morgen hatte ich ordentlichen Muskelkater :D
Abends waren wir noch in der Saune und haben ordentlich geschwitzt mit einem wunderschönen Ausblick auf den See - in den wir anschließend auch gestiegen sind um uns abzukühlen. Oh man, das war echt kalt, aber auch super cool!
Den Rest des Wochenendes haben wir damit verbracht, Essen auf offenem Feuer zu kochen, im Bach abzuwaschen, ein bisschen wandern zu gehen und gemeinsam abends im Kerzenschein zusammen zu sitzen. 


Waldidylle
Die letzten Sonnenstrahlen
Bastu // Sauna
Ausblick von der Sauna
Badezimmer und Spülplatz
Das Feuer unser ganztägiger Begleiter
Weg zu einer der Hütten
Unsere Hütte
Abendbeschäftigung
Küche :)
Das erste Blümchen gefunden

Morgen fängt die Schule dann wieder an und es geht zurück zum Alltag nach einer erholsamen Ferienwoche...
Hier noch die Seite zu der Unterkunft: http://kolarbyn.se/ (gibt's auch in englisch)

Eure Alexa ❤ 

Innan jag glömma att tacka! Tack till min värdsyster som tog de flesta fina kort! Tack så mycket! 

Samstag, 13. Februar 2016

Lebensenergie aus Schweden

Nach einer Ewigkeit - Ja ich lebe noch!
Und im Moment sehr glücklich!

Ein recht komischer und ungewöhnlicher Anfang, aber besser als gar kein neuer Post! Im Moment kann ich echt nicht klagen, ich bin in so einer Hochphase der Gefühle und alles ist einfach nur einzigartig und wunderschön. 
Innerlich bete ich das diese Phase lange anhalten soll, weil ich nach Wochen von Fragen-nach-dem-Sinn-des-Lebens genug habe und endlich wieder mein Leben so richtig genießen will. 

In der Schule läuft es gut, ich fühle mich wohl und kenne mich langsam aus und kenne immer mehr von diesen 2000 Schülern! In meinen Fächern läuft es okay und ich war vermutlich noch nie eine so "schlechte" Schülerin. Aufsätze reiche ich eine Woche zu spät ein, in Englisch kopiere ich Stellen aus dem Lehrerbeispiel in meine Arbeiten rein, in Geschichte und Sozialkunde vergesse ich die Seiten im Buch zu lesen und in Mathe spiele ich die Super-Streberin die nicht zuhören braucht und stattdessen willkürlich einfach irgendwelche Aufgaben rechnet - je nachdem wie ich Lust habe. 
Irgendwie fühlt es sich aufregend an. Nach zehn Jahren Schule in Deutschland, wo ich immer alles in Zeit gemacht habe, immer alles mit geschrieben habe und sorgfältig meine Aufgaben gemacht habe. In Deutschland habe ich wirklich zu dem kleinen Prozentsatz gehört, der nie im Unterricht heimlich Musik gehört hat oder sonst verbotener Weise das Handy genutzt hat. 
Hier lebe ich nach dem Motto "Du hast nur noch vier-fünf Monate - nutze deine Freiheit!". Wenn ich nach Deutschland zurück komme, habe ich nochmal drei Jahr Schule vor mir. Drei Jahr in denen ich in mein altes Raster zurück fallen werde. Dann bin ich wieder die, die zuverlässig immer weis, was der Lehrer im Unterricht gesagt hat. Und diejenige die ehrgeizig ist und gerne gute Noten schreibt. 
Ich weis, dass ich in Deutschland nicht mehr im Unterricht Instagram oder Snapchat checken kann - deswegen tue ich es hier einmal mehr :)

Gestern haben wir nochmal Schnee bekommen, eigentlich hatte ich die Hoffnung auf schwedischen schneereichen Winter schon verloren, doch heute hatten wir einen herrlichen sonnigen Wintertag! Gestern, war der 12.Februar. Für die meisten ziemlich unbedeutend, ein Tag im Februar mit Matschschnee und zwei Tagen vor Valentinstag - auf facebook tausende Bilder von roten Rosen, Pralinen, Herzen und im Kontrast Bilder von Personen die alleine auf der Couch mit Chips und Schokolade sitzen, als selbstbewusstes Statement Singel zu sein.
Ok, ich schweife vom Thema ab, denn der 12. Februar bedeut, dass ich nun genau vor einem halben Jahr im Flieger nach Schweden saß!
Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!

Eure Alexa ❤

Sonntag, 20. Dezember 2015

4. Advent

Vierter Advent. 
Ich habe lange ueberlegt, was ich euch schreiben und präsentieren kann. Mehr schwedische Traditionen? Bilder vom weihnachtlichen Stockholm? Ein Rezept? Ein Gedicht?

Letztendlich habe ich mich nun für etwas Gefühlsduselei entschieden. Ich finde das passt auch irgendwie. Weihnachten das Fest der Besinnlichkeit. Das Fest der Familie, Liebe und Fröhlichkeit. Im Radio dudelt, wie jedes Jahr, "Last Christmas, I gave you my heart. But the very next day, you gave it away...", die Straßen sind weihnachtlich geschmückt und zu Hause riecht es nach Plätzchen und Räuchermännern. Eigentlich alles wie immer und so, wie es schon immer war. 
Doch irgendwie hat sich eben doch etwas geändert. 
Wenn ich aus dem Fenster ins Dunkele schaue, sehe ich nicht nur eine Stadt in der die Nacht Einzug gehalten hat und hinter manchen Bürofenstern noch immer Licht brennt. 
Nein, ich sehe ein Welt, wo immer mehr Menschlichkeit fehlt und sich viele vor der Wirklichkeit verstecken. Unsere Welt ist kleiner geworden, wir sind mehr zusammen gewachsen und enger mit einander vernetzt, doch trotzdem grenzen wir uns von einander ab.
Ich will gar nicht die großen Themen ansprechen, wir alle wissen, was los ist. Jeder der Nachrichten schaut und noch einen klaren Menschenverstand mit Toleranz und Wärme besitzt, weis das zur Zeit Dinge vor sich gehen die Jenseits von Gut und Böse sind. 
Als "einfacher, kleiner" Mensch kann man nicht im Alleingang die Welt retten. Das müssen wir auch gar nicht, aber wir können die Augen aufmachen und da helfen und mit verbessern, wo es uns möglich ist. 

Ich möchte in diesem Zuge eine Kleinigkeit ansprechen. Fast täglich durchquere ich das Einkaufscentrum hier, um zum Bus zu laufen. Und wisst ihr was einem auffällt? Alle haben ihr Handy in der Hand und leben in ihrem eigenem kleinem Universium. Letztlich sah ich einen Vater mit seiner kleinen Tochter. Beide saßen gemeinsam auf einer Bank und haben vielleicht auf jemanden gewartet. Die Kleine tippte immer wieder ihren Vater an und wollte ihm etwas erzählen bzw. zeigen. Doch er hatte nur sein Handy in der Hand und schaute gebannt auf den Bildschirm, als könne er damit die Welt verbessern. Und ich bin mir sicher, das er nicht die Welt verbesserte - es war diese "typische" Geste, die man macht, wenn man sich durch die endlose facebook timeline scrollt und sich die Beträge halbherzig anschaut, die Freunde und Bekannte gelikte haben. 
Ich wünsche mir, dass man probiert wenigstens an Weihnachten sein Handy liegen zu lassen und einfach so das Weihnachtsfest mit seinen Liebsten genießt. Wer kann sich schon an die Snaps von letzter Woche erinnern und ist es wirklich so spannend, was jemand aus euerer Freundschaftsliste gelikte hat? Ebenso braucht man keine fünfzig Bilder vom verwackeltem Weihnachtsbaum, dessen Lichter eh viel zu grell für die Handykamera sind. 
Probiert einfach nur den Moment zu geniessen ohne das Bedürfnins es mit der ganzen Welt zuteilen in Form eines Snaps. 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen besinnlichen vierten und damit letzten Advent für das Jahr 2015. 
Eure Alexa ❤


Förlåt för min svensk läsare - jag var för trött så jag översätter inte den text nu. Men jag ska göra det bara lite senare...

Mittwoch, 11. November 2015

Schreibblockade // skiv kramp

Ich möchte gerne schreiben - aber, ich finde einfach keine Worte. Ich habe in den letzten Tagen mehrere Post angefangen zu schreiben und bin nie über zehn Zeilen gekommen - irgendwie fehlt dann immer was. Ich möchte euch so gerne schreiben, wie sich all das hier anfühlt. Doch ich weiß manchmal selber nicht, was ich eigentlich fühle. Ich erlebe hier Momente da bin ich so glücklich das ich am liebsten schreien möchte vor Glück einfach nur um irgendwie wieder Luft zu bekommen.
Klar, in Deutschland war ich auch oft glücklich und habe selbstverständlich Unmengen an tollen Momenten erlebet, aber das hier ist was anderes. Unbezahlbar und wunderschön.

Letzten Freitag war ich mit Liida (finnische Austauschschülern und eine gute Freundin von mir) unterwegs. Irgendwann merkten wir, dass wir den gesamten Nachmittag nur schwedisch miteinander gesprochen haben.
Dann sitzt man da und lacht sich nur an und erinnert sich an den Anfang, als man hier vor fast neunzig Tagen ankam und sich nicht verständigen konnte. Damals haben wir uns vorgestellt, wie es wohl sein mag eines Tages schwedisch zu können. Klar, noch immer gibt es viel, was ich nicht verstehe - aber, es wird jeden Tag mehr, was ich verstehe.
Mittlerweile fühle ich mich auch wohler schwedisch zu sprechen, als englisch zu sprechen. Auf Schwedisch ist es nicht schlimm, wenn ich einen Fehler mache - ich bin ja erst seit drei Monaten hier. Englisch hingegen macht mir Angst, jeder Satz ist mir unangenehm - ich weiß das meine Grammatik in der gesprochenen Sprache nie zum Einsatz kommt. Eigentlich macht mir das nichts aus - doch hier spricht jeder nahezu perfektes englisch, da bekommt man dann schon Komplexe.
 
Eure Alexa ❤

Freitag, 9. Oktober 2015

Zeit, wo bist du nur?

Die Zeit verfliegt hier so schnell, dass es einem selber ganz schwindelig wird. Eben war noch Sonntagabend und ich habe auf eine Schulwoche vor mir geblickt und nun ist schon wieder Freitag und frage mich, was passiert ist.
 
Ich habe erst hier begriffen, dass man Zeit nicht festhalten kann.
Zeit ist vergänglich - das war mir zuvor noch nie so bewusst. Du kannst nichts dagegen machen, sie verschwindet einfach. Und ich weis nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Mir wird bewusst, dass ich jeden Tag nur einmal hier lebe - das Alles kommt nie wieder. Ich habe nur diese eine "Chance" - und bin ratlos, wie ich sie nutzen soll.
 
Ich lasse es einfach auf mich zu kommen. Ein bisschen, wie Fallschirm springen.
Einfach Augen-zu-und-durch, springen ins Ungewisse. Einfach die Arme ausstrecken und es genießen. Einfach nur den Moment leben - tief einatmen und das Glück spüren.


Manchmal sollte man sich von einem schlechten Start nicht irritieren lassen - einfach weiter machen - weiter fliegen. Besseres Wetter wird kommen :)

Ich habe gestern meinen schwedisch Kurs getauscht und bin nun im richtigen Kurs. Endlich kann ich wieder neues Wissen in mich aufsaugen (oder es eben probieren). Steigerung von Adjektiven - bra, bättre, bäst.
Auch läuft es in meiner Klasse besser, ich verstehe nun, über was sie reden. Wir lachen zusammen und ich habe das Gefühl angekommen zu sein. Ein schönes Gefühl kann ich euch sagen.

An alle die gerade noch überlegen, ob sie ein Austauschjahr machen - macht es. Ihr werdet Erfahrungen sammeln ohne Ende und euch selbst ganz neu kennen lernen.
 

Eure Alexa ❤

Das wunderschöne Bild stammt von Vincentiu Solomon

Montag, 28. September 2015

Varför?

Ich sitze auf meinem Platz und möchte am liebsten im Boden versinken. Die Situation ist mir unangenehm - ich schäme mich, obwohl ich nichts falsch gemacht habe. Ich schaue ins Leere, traue mich nicht in die Gesichter meiner Mitschüler zu blicken. 

Dabei hatten wir vor einer Stunde noch so einen Spaß, saßen alle gemeinsam im Stuhlkreis und haben gemeinsam Kleidungsstücke und Farben geübt. Da war nichts unangenehm - ich höre in meinen Ohren noch das Lachen.

Jetzt höre ich nur, wie sie wild durch einander unsere Lehrerin "Varför?" fragen. Soeben hat sie ihnen erzählt, das ich hier nur für ein Jahr da bin und dann wieder zurück nach Deutschland gehe und währenddessen hier in einer Gastfamilie lebe. Eigentlich nicht schlimm - nichts neues. Doch anscheinend schon, sie hatten es vorher noch nicht wirklich mitbekommen. Ich hatte nie das Gefühl erklären zu müssen, was ich hier mache - wieso ich hier bin.

Ich schaue hoch - muss mich irgendwie der Realität stellen. Sie können nicht verstehen, wieso ich das hier mache. Sie fragen, wieso ich nicht in Deutschland weiter zur Schule gehe. Sie stellen nicht viele Fragen - dafür ist der Wortschatz zu begrenzt - doch ich kann die Fragen sehen, in ihren Gesichtern. 

Ich fühle mich irgendwie schlecht. Ich kenne ihre Geschichten nicht - darüber reden wir nicht - ich weis nur, aus welchem Land sie kommen und wann sie nach Schweden kamen. Alles andere ist mir unbekannt, aber ich kann mir denken, dass sie nicht hier sind, weil ihren Eltern ein Job in Schweden angeboten wurde...

Zum Glück machen wir weiter im Unterricht und die Stunde ist bald vorbei - vermutlich ist es längst keine Sache mehr - aber, ich fühle mich trotzdem unwohl. 

Als ich dann Stunden später aus dem Zug aussteige und die Unterführung entlang laufe, sehe ich das jemand einen Stand aufbaut. Ich schaue im vorbeigehen, um was es geht. Werbung für Paintball.
Ich schüttle unbewusst den Kopf - frage mich nur, in was für einer Welt wir eigentlich leben. 


Eure Alexa (heute mal wieder ein bisschen melodramatisch)


"Varför" kann man übersetzen mit warum, wieso, wozu oder weshalb. Und eigentlich fällt mir auf diese Frage selber keine Antwort ein - nicht heute, nicht jetzt.

Nochmal als kleiner Hinweis für neue Leser: es handelt sich hier um meine Schwedischklasse für Immigranten, auch nochmal genauer dazu in diesem Post.

Donnerstag, 24. September 2015

Teilen

Teilen - das Erste, woran ich bei dem Wort denke, ist ein Bild, wo Kinder Süßigkeiten teilen. Verrückt oder? Denn, teilen ist so viel mehr :)
Zeit miteinander teilen, Wissen, gemeinsame Interessen, Geschichten teilen, Sprachkenntnisse, Erfahrungen, Freude und auch Sorgen teilen.
Teilen macht uns glücklich und die Welt ein bisschen besser :)

Heute Nachmittag, als ich von der Schule Heim kam, ging es mir nicht besonders gut. Ich war mitten in einem dunklen tiefen Loch und alles war gerade blöd. Ich bin sauer auf mich selber, weil ich meine Erwartungen an mich selbst nicht erfülle. Ich habe noch keine wirklichen Freunde in der Schule gefunden und auch sprachlich läuft es nicht so rosig. Zudem habe ich meine Familie vermisst. Dann habe ich all meine Sorgen runtergeschrieben und mit unserer Facebook ATS-Gruppe geteilt - innerhalb weniger Minuten habe ich fest gestellt, dass ich nicht allein bin - und das hilft. Zu merken, dass man nicht die einzige ist, der es so geht. Auch andere haben noch keine Freunde und sitzten manchmal ne Stunde allein in der Bibliothek - und ja das ist okay. Auch das gehört dazu, denn Austauschschüler zu sein bedeutet eben so viel mehr.
Nachdem ich dann eben gemerkt habe, dass ich nicht allein bin, ging es mir wirklich deutlich besser. Danach bin ich gleich viel besser gelaunt, zum schwedisch Kurs beim Roten Kreuz gegangen. :)

Gestern waren wir mit der Schule in Vallentuna (ein Nachbarort) und haben uns dort einen Vortrag von zwei Astronautinnen angehört. Das war wirklich interessanter, als man denken könnte! Vorallem, weil wir eine relativ kleine Gruppe waren (150 Schüler vermutlich), dadurch fühlte man sich irgendwie besonderer und mehr live dabei :)
Zu Gast waren Jelena Serova und Stephanie Wilson die beiden waren sehr sympathisch. Besonders sympathisch fand ich das Jelena ebenfalls kein perfektes Englisch konnte, sie hatte einen starken Akzent und  hat oft hilfesuchend ihre "Kollegin" angeschaut. Das fand ich irgendwie "beruhigend", man muss nicht alles können - es ist okay, wenn dein Englisch nicht perfekt ist - du kannst trotzdem ins All fliegen. :)

Was ich eigentlich sagen will ist, es ist okay, wenn euer ATJ nicht so aussieht, wie in einem EF Video* - denn das zeigt nicht die Wahrheit. Es gibt immer Phasen, wo es einem schlecht geht und man eigentlich am liebsten zurück in sein altes Leben will, aber eigentlich will man nur wieder zurück zu einem einfachen Leben. Ein Leben mit weniger Problemen, denn Probleme gibt es in einem ATJ immer :)
Doch das ist okay, denn an diesen Herrausforderungen wächst man, sammelt Erfahrungen und wird stärker. Und das ist ja das eigentliche Ziel :)
Und (um nochmal auf den Anfang zurück zu kommen) teilt eure Gefühle mit anderen ATS - denn ganz ehrlich, es hilft zu hören, dass es denn anderen auch so geht :)

Und ich werde mir meinen eigenen Post zu Herzen nehmen, denn eigentlich ist es ja gut! Ich bin sehr glücklich mit meiner Gastfamilie und fühle mich super wohl und auch in der Schule - unfreundlich ist ja keiner - muss ich mich einfach nur bemühen den ersten Schritt zumachen.

Also Kopf hoch, wenn es gerade nicht so läuft :)
Eure Alexa ❤


*EF-Video ist ein Ausdruck für unrealistische ATJ-Videos von EF :D 
Nochmal ein paar Beispiele, weil es so Spaß macht sich über diese Perfektheit aufzuregen *hier* und *hier*.



Samstag, 9. Mai 2015

Wieder da




Nun bin ich wieder da. Doch wo? Zu Hause in meinem normalen Leben.
Ich war eine Woche auf Klassenfahrt, Segeln in den Niederlanden, genauer gesagt in Friesland. Es war toll und ich mag meine Klasse noch ein bisschen mehr.
Doch die Woche ist so schnell vergangen, das ich mich frage, ob ich mein Leben überhaupt lebe. Also wisst ihr, wie ich das meine? Die Zeit vergeht schnell, aber alles fließt so ineinander über. Am Ende gibt es nur noch ein verschwommenes Bild, von einer Zeit die schön war, an die man sich, aber nicht mehr detailliert erinnern kann.
Ich habe Angst zu vergessen und davor dass ich meinen Enkeln später nichts erzählen kann. Denn ich weiß, wie sehr ich selber die Geschichten meiner Oma geliebt habe und immer noch gerne höre. Die kleinen Episoden des Lebens, die sie so lebendig wieder geben kann.
 
 
Ich habe das Gefühl das mein Leben einfach nur so an mir vorbei zieht, ohne dass ich etwas von der Zeit mitnehmen kann.
Es mag sich für andere lächerlich anhören. Manche sehen vielleicht nur, dass ich soeben von einer abenteuerlichen Klassenfahrt wieder gekommen bin, im Sommer nach Schweden starte und es in der Schule gut läuft. Doch ich habe trotzdem diese leise Angst im Unterbewusstsein.
Doch ich werde einfach dran arbeiten, wie bei anderen Ängsten :)
So, wie ich probiere bei einer Spinne nicht sofort hysterisch zu werden, einem Hund stets freundlich gegenüber zutreten und mich nicht einschüchtern zu lassen, wenn er bellt oder an einem hochspringt. Man kann sich entweder seinen Ängsten ausliefern und sich geschlagen geben oder man kämpft gegen seine Ängste an. Weil, man sich eben nicht unterkriegen lassen will und sein Leben ohne Ängste genießen will. Und deswegen mache ich diesen Blog und das peinliche YouTube, um eben Momente egal ob schlecht oder gut fest zu halten. Als Erinnerungsstütze für später. Aber, gleichzeitig lege ich öfters die Kamera wieder weg, um den Moment zu genießen. Um ihn eben nicht nur hinterher auf einem Foto sehen zu können, sondern auch eine echte Erinnerung zu haben.
 
Ich denke, ich beende diesen Post lieber, sonst wird es noch verwirrender :D
 
Also, während ich probiere die goldene Mitte zwischen digitaler Gedächtnisstütze und den eigenen Erinnerungen zu finden, wünsche ich euch einen schönen Tag :)



Eure alexa
 PS. Bild stammt von der Seite www.weheartit.com