Samstag, 22. Oktober 2016

Besuch aus Finnland!

Letzten Sonntag war es dann soweit - das Wiedersehen nach über vier Monaten! Am Flughafen in Tampere haben wir uns damals hej då gesagt, ohne wirklich zu wissen, wann wir uns mal wieder sehen werden. 
Über den Sommer kam dann die Idee, dass Liida mich ja gleich diesen Herbst besuchen könnte. Zum Glück ging es wirklich von unseren unterschiedlichen Ferienzeiten - und so sind Papa und ich am Sonntagmorgen nach Berlin gefahren um sie vom Flughafen abzuholen. 
Die Woche war anstrengend, aber sehr schön! Von morgens bis abends schwedisch reden, lachen, sich gemeinsam an Ausflüge in Stockholm erinnern, deutsche Supermärkte erkunden und ihr einfach mein Leben zeigen.


Am Sonntag waren wir ein bisschen spazieren - Beine vertreten nach der langen Autofahrt. Nachmittags kam zum Kaffee meine Oma vorbei und es war sogar so warm und sonnig, dass wir wirklich mitte Oktober draußen im Garten sitzten konnten!
Liida mit dem "Wahrzeichen" von Stadtroda!

Am Montag ging es zur Wartburg - ja, etwas peinlich. Ich als Thüringerin war zuvor noch nie dort gewesen, da muss erst Besuch aus Finnland kommen, damit mal zum UNESCO Welterbe in Thüringen fährt...
Das hochlaufen zur Burg war doch weiter, als ich anfangs gedacht hatte. Liida und ich haben dann auf der Burg an einer englischen Tour teilgenohmen, die auch sehr interessant war und zudem auch nur aus zehn Leuten bestand. Meine Familie war bei der deutschsprachigen Tour und diese war deutlich größer 30-40 Personen!


Dienstag waren wir in Jena unterwegs - ein wenig Stadt zeigen sowie ein Besuch im Perlenladen, wo wir jeder uns ein kleines Schmuckteil gebastelt haben. 
Abends haben wir dann Mamma Mia angeschaut - das war der einzige Film der eine schwedische Version mit dabei hatte. Auch wenn die Übersetzung stellenweise schlecht war, war es trotzdem ein schöner Abend.

Liida mit ihrer ersten thüringer Rostbratwurst!
Da haben wir doch echt schwedisches Eis im Tegut gefunden!

Am Mittwoch sind wir dann spontan meiner Mama und meiner Schwester zu einem Ausflug gefolgt. Zum Kerzenziehen! Es war eine kleine Werkstatt in einem alten Stall - eine wunderschöne Location! Es passte einfach perfekt mit den großen hölzernen Eimern in denen das Wachs war. Jeder hat drei Paar (à zwei Kerzen) gemacht - eine schöner als die Andere! Bei jedem eintauchen, veränderte sich die Farbe und man konnte zusehen, wie sie größer wurden! 
Ich fand zudem, dass es etwas sehr beruhigendes hatte - fast wie eine Art Klosterarbeit - alles war so still. Jeder bedacht seine Kerzen vorsichtig wieder in Wachs zu tauchen und gespannt zusehen, wie sich Form und Farbe mit der Zeit verändern.





Ja und dann war auch schon wieder die Zeit verflogen und der letzte Tag gekommen. Für Donnerstag hatten wir uns einen Tag in Berlin überlegt - da Liida am Abend sowieso wieder von Berlin nach Finnland fleigen würde. Wir hatten wirklich viel Glück mit dem Wetter und nur ab und zu ein paar Regentropfen. Mit Papa als Stadtführer konnte auch nichts mehr schief gehen und so haben wir wirklich viel gesehen!




Insgesamt war es eine wirklich tolle Woche!

Eure Alexa  ❤

Dienstag, 11. Oktober 2016

Wildschweinjagd und was eigentlich geschah

Heute früh hatte ich den spontanen Einfall einfach mal zu schauen, was meine schwedischen Instagram-Follower für einen Text zu meinem letzten Instagram Bild angezeigt bekommen. Also Instagram aufgerufen und mir die schwedische Version anzeigen lassen (dies geht, da mein Handy noch auf schwedisch eingestellt ist). 
Ich fange an mit Lesen und nur einen Moment später habe ich einen Lachanfall.
Steht da doch ernsthaft "Har - hösten aktiva möte! Med vildsvinsjakt yfu! ..." Der folgende Text wird gut übersetzt ohne Strinrunzeln. Doch "vildsvinsjakt" - ich habe erstmal geschaut, was ich den eigentlich geschrieben habe. 
Hier die Aufklärung vildsvinsjakt - ist nichts anderes als Wildschweinjagd - doch eigentlich stand in der Ursprungsversion Mitteldeutschland.
Ich würde ja gerne wissen, wieso aus Mitteldeutschland auf einmal Wildschweinjagd wird :D

Naja, ich wollte ich euch noch kurz vom HAT - dem Herbst Aktiven Treffen schreiben. Das Wochenende war trotz Regen und Kälte sehr schön. So viele unglaublich nette Menschen die einen einfach so sofort herzlich mit aufnehmen und mit denen man bereits nach wenigen Tagen alles erzählen könnte.
Unsere Treffen fing am Freitagabend an und ging bis Sonntag Nachmittag. Auf dem Stundenplan standen verschiedene WorkShops sowie auch eine Besichtigung des Schlosses in Reinhardsbrunn. Das Schloss war wirklich märchenhaft und unglaublich schön - übrigens auch das einzige, was ich an dem Wochenende fotografiert habe :)

Ich habe zudem nun eine Teamer- und Auswahl-Einweisung bekommen um so aktiver bei YFU werden zu können. 
Das Jugendhaus in Reinhardsbrunn, wo wir gewohnt haben, war ein Selbstverpflegungshaus - gemeinsam kochen und dafür verantwortlich sein, hat einen ebenfalls nochmal näher gebracht. Auch zusammen geschweißt hat uns die Kälte - spätestens am zweiten Tag haben alle gefroren. Die Heizungen haben zwar funktioniert, doch war das Haus einfach schön älter und die Räume groß. Zudem kommt man aus dem Dauerfrieren irgendwann auch nicht mehr raus.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und die nächsten YFU-Termine stehen auch schon fest! 



 Eure Alexa ❤

Donnerstag, 6. Oktober 2016

(K)ein ganz normaler Tag

Eigentlich wollte ich heute einfach mal von meinem Alltag erzählen - mein Schüler-dasein etwas teilen. Doch der heutige Tag ist dann doch anders gekommen als gedacht. Besser.

Donnerstag ist eigentlich mein heimlicher "Hasstag". Das fängt schon damit an, dass wir nullte Stunde haben und dann noch Sport. Noch schlimmer Schwimmen. Der ganze Spaß fängt dann schon um 6:50Uhr am Beckenrand an. Das bedeutet für mich als "Buskind" frühes Aufstehen.
Nach zwei Schulstunden Schwimmen fallen uns allen fast die Augen zu in Englisch. 
Doch heute war es anders - bis auf die Müdigkeit in Englisch. 

Netterweise hat Papa mich in die Stadt rein gefahren, das bedeutete ein bisschen mehr Schlaf, kein Warten auf dem Bus im Nieselregen und plaudern mit Papa im Auto. 
Im Schwimmen selbst hatten wir heute Ausdauerschwimmen - fünfundzwanzig Minuten für die Note eins. Klang schlimmer, als es eigentlich war. Nach einer Weile hatte ich meinen Rhythmus gefunden - ebenfalls wie die Freude am Bahnen-ziehen.

Auch Biologie stellte sich als interessant dar. Statt nur die einzelnen Teile und deren Aufbau einer Zelle zu lernen, haben wir heute aktiv an den Mikroskopen gearbeitet. Und so haben wir gemütlich Paprika klein geschnitten und uns gegenseitig unsere besten Ergebnisse gezeigt.

Ein weiterer Grund, wieso ich Donnerstag nicht so mag, ist Chemie. Ich stehe mit Chemie auf Kriegsfuß seit der 7.Klasse. Seit dem habe ich mich mehr mit raten und auszählen weiter gebracht statt die Chemie zu lernen und zu verstehen. Meine neue Chemielehrerin unterrichtet mit Begeisterung für ihr Fach, doch auch mit Strenge. Vermutlich wird es das erste Jahr, wo ich Chemie wirklich lernen werde und evtl. ja auch verstehen werde. Die Zeichen stehen gut. Den unsere Lehrerin gibt nicht auf - da fragt sie dich lieber zwanzig Minuten aus und lässt sich alles von dir erklären, damit du es dann auch wirklich kannst. 
Heute wurde jedoch eher eine gemütliche Stunde mit Geschichten aus dem Nähkästchen einer Lehrerin. Sehr amüsant und garantiert mehr Spaß als Chemie :)

Dies war vermutlich auch dem geschuldet, dass wir heute nur extrem wenige Schüler waren. Das beim Schwimmen nie viele im Becken sind, daran haben wir uns mittlerweile schon gewöhnt. Unser Lehrer sagt immer wir haben "Traumbedingungen" mit meist nur einem Schüler pro Bahn. Auch heute waren nur sieben Schüler im Wasser. 
Im Laufe des Tages haben sich noch einige abgemeldet, sodass wir in Chemie nur noch acht Schüler waren (inkl. unserem Austauschschüler). 

Normalerweise haben wir nach Chemie noch 7./8. Französisch - unser eh schon kleiner Neueinsteiger-Kurs. Tja - heute nur drei Schüler. Darauf fragte unsere Lehrerin, ob wir einen Kaffee trinken wollen. Selbstverständlich sagten wir ja - dachten, aber es sei eher ein Scherz. Nein, nur etwas später saßen wir wirklich schon im Cafe mit einem Kaffee und plauderten mit unserer Lehrerin. 
So habe ich sogar noch einen Bus früher geschafft. 

Zu Hause habe ich dann noch meine Hausaufgaben gemacht und ein bisschen gelesen. Nun habe ich nur noch eine Ausarbeitung in Deutsch zu machen und eine Packliste für das Wochenende wäre auch nicht schlecht. Denn schon morgen (!) fahre ich Richtung Gotha zum HAT - dem Herbst Aktiv Treffen!

Eure Alexa  ❤

Montag, 26. September 2016

Erste YFU Messe und Skypen mit Liida

Vor dem letzten Wochenende war ich etwas nervös - freudig aufgeregt. Es ging am Samstag zu meiner ersten Messe bei der ich YFU mit vertreten habe. 
Es war eine kleine AustauschMesse in der Leipziger Stadtbibliothek - alles im kleinen Rahmen mit vielen verschiedenen Organisationen. 
Ratet mal wer neben uns stand?
EF! Ja wirklich die! Das Paradebeispiel für eine kommerzielle Austausch"Organisation" - die mit all den bunten Werbefilmen, Sonnenuntergangsfotos und den kleinen Geschenken (auch hier hatten sie Taschen, Süßigkeiten und Kulis dabei). Ok - weg von EF auch wenn ich den ganzen Nachmittag neben ihnen stand. 

Die Messe war für mich das erste Reinschnuppern in die Ehrenamtliche Arbeit bei YFU - wieder einmal tolle Leute getroffen und hat mich nur noch mehr von YFU überzeugt. 
Leider war das Wetter am Samstag richtig schön, sodass nicht so viele Leute zur Messe kamen - auch war unser Stellplatz nicht der Beste - eher am Ende der Runde. Daher waren alle Jugendliche die ankamen bereits voll beladen mit Prospekten und tollen Versprechen von anderen Organisationen.

Tobi - mit dem ich unseren Stand betreute - war ebenfalls nicht in den USA gewesen. Daher waren wir die Optimalen Verfechter der Aussage, dass es so viele tolle Länder gibt und man daher nicht nur als einziges Ziel die USA haben sollte. 
Doch wir hatten wirklich Kanidaten die ankamen und nur fragten, ob wir Neuseeland mit im Programm haben und auch NUR dahin wollten - ohne wirkliche Begründung. Einfach, weil sie da schon immer mal hin wollte. Ähm - ja. 
Wir haben den ganzen Nachmittag von YFU geschwärmt dem gemeinnützigen Verein, den Stipendienmöglichkeiten, dem Zusammenhalt und das vorallem der Kulturaustausch im Vordergrund steht.
Insgesamt hat es auf jeden Fall ne menge Spaß gemacht!
Gerne wieder!


Am Sonntag habe ich dann noch mit Liida geskypt! Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir uns damals in Sollentuna Centrum zum Pizza essen getroffen! 
(Der TagebuchEintrag des 30. September 2015 liegt vor mir - da schreibe ich, dass ich eine finnische Austauschschülerin getroffen habe und wir uns super verstanden haben und ich schrieb damals, dass ich hoffte, dass wir Freunde werden - ja, das sind wir!)
Wir freuen uns beide schon auf die Herbstferien - nein, nicht nur weil Ferien toll sind. Sondern, weil Liida dann nach Deutschland kommt und mich für ein paar Tage besuchen wird!

Das war erstmal das Neuste von mir - in zwei Wochen bin ich dann beim Herbst Aktiv Treffen in der Nähe von Gotha mit YFU - dazu später mehr!

Eure Alexa ❤

Dienstag, 20. September 2016

Fragen und Antworten nach dem Austausch

Beliebt bei neuen Austauschschülern sind immer die so genannten Austauschschüler TAGs - also Fragen, die man beantwortet und dann an andere weiterleiten kann, die dann ebenfalls diese Fragen beantworten. Ich hatte das damals auch mit gemacht (siehe hier).
Doch Caro und ich dachten uns, wieso eigentlich nur davor? Komm lass uns einen machen für uns zurück Gekommene!

1.  Wie hast du alles von deiner Gastfamilie nach Hause bekommen?
Wirklich nicht ganz leicht seinen ganzen Hausrat zusammen zupacken und irgendwie die hunderte Kilometer zu transportieren. Doch ich muss sagen, ich hatte einen Vorteil - meine wunderbare Gastfamilie! 
Da meine Gastfamilie ihren eigenen Sohn in Berlin beim YES abgeholt hat, konnten sie meine Kisten voll mit Klamotten und Kram im Auto mit nach Deutschland bringen. Da meine Eltern mich ebenfalls abgeholt haben, konnte es so von einem Auto ins andere übergeben werde. Glück gehabt!

2. Wurden deine Erwartungen an dein Austauschjahr erfüllt?
Meine Erwartungen - schwierig. Ich habe immer versucht keine Erwartungen zu haben, keine Ansprüche, Wünsche. Doch wenn man sich über ein Jahr lang vorbereitet und darauf hinfiebert hat man natürlich Träume.
Doch ich glaube, im Großen und Ganzen bin ich wirklich seeehr zufrieden mit dem, wie alles so gekommen ist. Man sollte immer probieren nicht zu vergessen, dass es zu nicht nur wie ein EF-Video* sein wird.

3. Wo merkst du selber, dass du dich weiterentwickelt hast und mit dem Jahr gewachsen bist?
Ich habe vorallem auch gelernt manchmal einfach still zu sein. Bei Diskussionen nicht immer noch meinen Senf dazu geben zu müssen. Ich rege mich nicht mehr über Kleinigkeiten auf - spare meine Energie. 
Zudem merke ich, wie mein Selbstbewusstsein gestärkt wurde in dem Jahr. Ich weiß, dass ich mich, auf das was ich kann, verlassen kann.
Doch Schweden und meine Gastfamilie hat mir viel gelernt - das neue Verständnis für Gleichberechtigung und Feminismus zum Beispiel.

4. Was hättest du gerne noch erlebt oder gesehen? 
Gibt es etwas, was du nicht mehr erledigen konntest vor deinem Abflug?
Ja, ich habe etwas vergessen. Mein Gastpappa hat fast wöchentlich gefragt, ob ich mir die Aussicht vom Stockholmer Rathaus bereits angesehen hätte. Das habe ich tatsächlich immer wieder vergessen oder verlegt - naja beim nächsten Stockholm-Besuch!
Und, da ist noch etwas, was ich gerne erlebt hätte - die Blaubeerzeit. Viele Austauschschüler sind mit ihren Gastfamilien richtig in die Blaubeeren gegangen und habe die körbeweise gepflückt für Marmelade z.B.. Die Zeit war jedoch gleich am Anfang des Jahres, wo bei uns schon andere Ausflüge geplant waren, die ebenfalls sehr schön waren und die ich nicht missen möchte.

5. Welches Gericht nimmst du aus deiner Gastfamilie bzw. deinem Gastland mit nach Hause?
Oh da gibt es viele! Meine Gastfamilie hat so gut gekocht! Leider, fehlt mir hier in Deutschland oft die Lust zum Kochen - die ich in Schweden hatte. Doch ja, unsere indischen-Eintöpfe waren klasse oder Ellens Risotto oder frische Frühlingsrollen oder noch ofenwarme Kanelbullar oder dieser leckerer Salat mit schwarzen Bohnen und warmen Kichererbsen und Möhren aus dem Ofen! Oder Sushi habe ich auch erst in Schweden probiert und lieben gelernt!

6. Oft gefragt, doch war es im Nachhinein das richtige Land für dich und wieso?
Ja. Ich denke schon. Ich meine, ich habe nur die Erfahrung mit Schweden. Doch ich bin sehr zufrieden und finde, das Land passt einfach gut zu mir. Diese eher verschlossene Art, das Naturverbundene und die Liebe zu leckerem Gebäck und fika-Pausen!

7. Welchen Ratschlag würdest du deinem ein-Jahr jüngerem Ich mit auf den Weg geben?
Denk weniger nach! Wirklich! Mach einfach - sag JA! Ein bisschen mehr Mut und Spontanität :)

8. Was bereust du?
Nicht mehr aus meiner Zeit gemacht zu haben. Evtl. nicht oft genug die Initiative ergriffen zu haben um neue Freunde nach einer Verabredung am Wochenende zu fragen.
Ebenfalls bereue ich das Verhältnis zu meiner Gastschwester - ich hätte sie gerne als Freundin gewonnen, doch irgendwie ist es uns beiden schwer gefallen auf einander zu zugehen. Doch eigentlich mag ich sie sehr gerne und merke manchmal das ich sie vermisse.

9. Wie geht es jetzt weiter für dich?
Wie es weiter geht? Schule - die nächsten drei Jahre. Noch bereue ich dies nicht :D 
Neben der Schule wird natürlich YFU mit der Vereinsarbeit immer wichtiger werden. Am Wochenende bin ich z.B. zum ersten Mal mit auf einer AustauschMesse und darf YFU mit vertreten und vorstellen.

Das waren unsere neun Fragen - jeder der möchte, kann sehr gerne diese Fragen ebenfalls auf seinem Blog beantworten! In Kürze wird auch Caro ihre Antworten auf ihrem Blog veröffentlichen! Ich freue mich drauf eure Antworten zu lesen!

Eure Alexa ❤

*EF-Jahr ist ein Ausdruck für unrealistische ATJ-Videos von EF :D
Nochmal ein paar Beispiele, weil es so Spaß macht sich über diese Perfektheit aufzuregen *hier* und *hier*.

Mittwoch, 14. September 2016

Wieder gefunden!

Da war dieses eine Lied - wo ich mir dachte: "Das Lied MUSST du hören, wenn du wieder aus Schweden heim kommst!"
Tja - nur war das halt fast zwei Jahre her und dann hatte ich noch einen Handywechsel und ich wusste nicht mehr, welches Lied es war, welches ich damals so passend fand - für etwas, wo ich noch gar nicht wusste, wie es sich anfühlen wird.

Jetzt habe ich es zufällig wiedergefunden bzw. Spotify hat es mir "vorgeschlagen". 
Cluseso - Stadtrandlichter



>>Um blau und weiß,
kommen die ersten Namen die ich kenn'
Ich bin gespannt wer und was noch steht,
ich war so lange weg,
hoffentlich komm ich zu nichts zu spät.<<

>>Weit weg,
Wollt ich wissen wer ich bin,
Hab mich gedreht für Rückenwind,
Nur gabs nicht immer was zu holen,
Heimkehr bleibt ein woher und ein wohin...<< 

Und ja - irgendwie ist es wirklich passend. Dieses Gefühl, dass erste Mal nach Ewigkeiten wieder die heimatliche Autobahnausfahrt zu sehen! Dieses Kribbeln und sich fragen, ob alles noch so wie immer sein wird... 

Doch auch ohne ein Austauschjahr gemacht zu haben, ein schönes Lied :D

Eure Alexa  

Montag, 12. September 2016

Und nun? Schule!

Ja und nun? Ich habe mich einige Zeit nicht mehr gemeldet, zum einen hat die Zeit und Lust irgendwie gefehlt und zum anderen, war/bin ich verunsichert über was ich so schreiben soll. Mein Austauschjahr ist eigentlich ja irgendwie abgeschlossen und ich weiß nicht, ob euch auch sonst mein normaler Alltag interessieren würde?

Die Schule hat mich wieder fest im Griff, doch ich habe noch recht viel der schwedischen Gelassenheit mit mir, sodass ich vieles viel entspannter sehe. Was mir wiederrum etwas mehr Luft für Freiräume gibt. 

Von meiner Schule hier in Deutschland habe ich euch noch gar nicht so recht erzählt?! Dann muss das nachgeholt werden! Mit dem neuem Schuljahr habe ich auf einer neuen Schule angefangen. Eine Gesamtschule in der nächst größeren Stadt. Die Schule ist perfekt für mich - mitten in der Innenstadt, engagierte Lehrer und das Beste - eine Klasse in der ich mich richtig wohl fühle und die mich super aufgenommen hat! Ebenfalls angenehm ist die äußerst kleine Klassenstärke von nur 13 Schülern!
Ich gehe jetzt in die 11. Klasse - vor mir habe ich dann noch die 12. und 13. Klasse bevor die Abiklausuren auf uns warten. Elfte Klasse ist daher noch ohne Kurssystem und dient nochmal der Wiederholung und Vertiefung von sämtlichem Stoff. 

Heute kam unsere Oberstufenleiterin (und Mathelehrerin) rein und teilte uns mit, dass wir ab morgen einen neuen Mitschüler bekommen. Einen Jungen aus Venezuela, er sei Austauschschüler und wird die nächsten 10 Monate mit in unsere Klasse gehen! Ich habe mich so gefreut! Spannend! Ein Austauschschüler! 

Leider wusste, sie nicht wirklich mehr über ihn. Doch ab morgen wird er Teil unserer Klasse und da werde ich bestimmt noch das ein oder andere fragen :D 
Ich freue mich das Ganze nun auch noch von der anderen Seite kennen zu lernen - nicht nur, wie es ist, neu in einer fremden Klasse zu sein und kein Wort zu verstehen. Sondern auch sehen, wie es ist einen Gleichaltrigen aus einer ganz anderen Kultur in seiner Klasse zu haben. Unsere Lehrerin meinte, er könne noch kein Deutsch. Daher wird wohl die Kommunikation erstmal über englisch laufen - auch kein Problem - wir schaffen das schon!

In der Schule habe ich nun neu mit französisch angefangen - ähm ja die Aussprache ist bekannter Maßen nicht sooo leicht bzw. gleich verständlich. Ich habe da so meine Schwierigkeiten, doch unsere Lehrerin ist extrem freundlich und geduldig und sagt mir auch zum zwanzigsten Mal, wie ich die Frage richtig ausspreche. Witziger weise bemerke ich, wie mein Kopf etwas voreilig arbeitet. Er merkt, wie das Sprachzentrum beansprucht wird und sofort kommen schwedische Wörter mit in meinen Satz rein. 
Kleine Füllwörter wie und, oder und wie - kommen einfach so automatisch zwischendurch auf Schwedisch und auch meine komplette Aussprache hört sich wohl etwas "nordisch" an :D 
Meine Schule bietet auch einen einwöchigen Schüleraustausch mit Frankreich an - selbstverständlich werde ich mich mit anmelden. Ich hoffe wirklich sehr, dass es klappt. Das würde meinen FranzösischKentnissen sehr weiterhelfen, glaube ich. Zudem hätte ich nichts dagegen eine Woche französische Kultur zu erkunden, tolle Leute kennen zu lernen und etwas von der wunderschönen französischen Westküste zu sehen. 

Doch all dies liegt noch in weiter Ferne - selbst wenn ich mit zu den ausgewählten Schülern gehören würde...


Erstmal werden wir uns mit chemischen Formeln, Bogenmaß, der Antike und der Philosophie des Mittelalters rumschlagen. Übernächste Woche werde ich dann noch ein Einführungsseminar haben um später Nachhilfe an der Schule für die kleineren Klassen mit geben zu können - mal sehen wie das wird. Da werde ich dann gedanklich wieder den ganzen Unterrichtsstoffe der 5./6. und 7. Klasse aktivieren müssen - das kann ja heiter werden :D


Bis bald,

eure Alexa ❤