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Mittwoch, 14. September 2016

Wieder gefunden!

Da war dieses eine Lied - wo ich mir dachte: "Das Lied MUSST du hören, wenn du wieder aus Schweden heim kommst!"
Tja - nur war das halt fast zwei Jahre her und dann hatte ich noch einen Handywechsel und ich wusste nicht mehr, welches Lied es war, welches ich damals so passend fand - für etwas, wo ich noch gar nicht wusste, wie es sich anfühlen wird.

Jetzt habe ich es zufällig wiedergefunden bzw. Spotify hat es mir "vorgeschlagen". 
Cluseso - Stadtrandlichter



>>Um blau und weiß,
kommen die ersten Namen die ich kenn'
Ich bin gespannt wer und was noch steht,
ich war so lange weg,
hoffentlich komm ich zu nichts zu spät.<<

>>Weit weg,
Wollt ich wissen wer ich bin,
Hab mich gedreht für Rückenwind,
Nur gabs nicht immer was zu holen,
Heimkehr bleibt ein woher und ein wohin...<< 

Und ja - irgendwie ist es wirklich passend. Dieses Gefühl, dass erste Mal nach Ewigkeiten wieder die heimatliche Autobahnausfahrt zu sehen! Dieses Kribbeln und sich fragen, ob alles noch so wie immer sein wird... 

Doch auch ohne ein Austauschjahr gemacht zu haben, ein schönes Lied :D

Eure Alexa  

Freitag, 3. Juni 2016

Wie fühlt sich das an?

"Hur känns det?" - Ja, wie fühlt es sich an, bald zurück nach Deutschland zu fliegen? Die Frage bekomme ich fast täglich gestellt und jedes Mal schaue ich ratlos in die Gesichter der anderen und versuche irgendwie diesen paradox zu erklären. Doch ich glaube es ist hoffnungslos, vermutlich gehört das Gefühl mit zu der Gruppe "das-kennen-nur-Austauschschüler". 

Heute war mein letzter "Schultag" - Schultag in Anführungszeichen, da ich nur eine Stunde hatte... Gestern hatte ich immerhin zwei Stunden. Obwohl offizieller Schulschluss erst nächste Woche Donnerstag bzw. Freitag ist, haben die meisten Lehrer ihre Kurse schon beendet. Die letzte Stunde dann mit fika und einer kleinen Gesprächsrunde abgeschlossen, am Ende dann immer dieser komischer Moment - sich verabschieden, bedanken und die Nachfrage, wann ich den zurück fahre und wie es sich anfühlt...

Als erstes erscheint es mir noch immer einfach unreal, dass wir schon JUNI haben! Das kam mir alles wie gestern vor... Ich merke, wie ich hier wirklich ein zu Hause gefunden habe. Alles ist mir so vertraut; meine Gastfamilie, Schule, Freunde, Lehrer, mein Schulweg, Gewohnheiten hier und auch die Straßen in Stockholm sind mir bekannter und vertrauter geworden. Ich mag mein Leben hier - es ist anders, als das was ich in Deutschland hatte. Vieles ist anders. 

Doch wie YFU eben immer sagt; “It's not right it's not wrong it's just different.”

Gleichzeitig müsste ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich meine deutsche Heimat nicht vermissen würde oder es mir gleichgültig wäre, wann ich wieder heim komme. 
Denn bei jedem Blick auf den Countdown auf meinem Handy, wo die Tage zu meinem Abflug runter gezählt werden, wird mein Herz vor Glück auf einmal ganz leicht und ich freue mich so sehr meine Schwester wieder umarmen zu können und einfach wieder alle bei mir zu haben, doch im selben Moment, fängt mein Herz auch zu rassen an und ist nah dran zu zerplatzen, weil es sich anfühlt, als würde einem der Sauerstoff ausgehen. Das Wissen, das in der gleichen Anzahl an Tagen hier alles zu Ende gehen wird. 

"Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere." - Ja, genau das ist es ja! Ich freue mich ja in den neuen Raum zu gehen und wieder ein neues Kapitel anzufangen. Doch ich wäre halt einfach gerne gleichzeitig in beiden Räumen, auch wenn ich weiß, dass es nicht möglich ist.
In 24 Tagen wird sich meine nächste Tür öffnen
Eure Alexa ❤ 

Sonntag, 20. März 2016

Regen und Schnee

Vor meinem Fenster verwandelt sich der Schnee in Regen und irgendwann werden wieder kleine zarte Schneeflocken draus. 
Obwohl man an einigen Tagen schon denken konnte, der Frühling würde langsam kommen, so kam nun doch wieder eine kalte Wetterstimmung auf. 

Und nicht nur draußen wird es grau - innerlich fühle ich mich auch grau - so eintönig. Unmotiviert sitze ich schon seit ein paar Stunden an meinem Schreibtisch mit Musik in den Ohren. Jedes Lied lässt mich weiter davon fliegen und vergessen.

Vergessen, dass ich eigentlich morgen einen schwedisch Aufsatz fertig haben soll mit dem ich noch nicht angefangen habe. Auch die Englischpräsentation verdränge ich gekonnt. Ebenso wie die Tatsache, dass ich in nun schon 99 Tagen Heimwärts fliege. Ob das schön ist oder nicht - dass habe ich noch nicht festgelegt. Beides irgendwie. 

Bei unserem Sonntagsausflug heute haben meine Gasteltern beiläufig erwähnt, dass wohl noch ein paar Wochen dauert bis die ersten Bäume grün werden. Innerlich habe ich aufgeschrien, langsam bin ich das ewige grau satt. Ich sehe mich nach Frühjahrsblüher und den ersten grünen Knospen. 
Alle meinten der dunkle November würde schwer werden, viel schwerer finde ich das ewige grau der Bäume und der Stadt, wenn der Himmel bedeckt ist und alles so gleich ausschaut. Wenn, die Sonne gnädig ist und uns ein paar wunderschöne Sonnenstrahlen schenkt, dann erleuchtet alles und auf einmal sind überall Menschen unterwegs. Auch in der Schule, auf einmal sitzen alle draußen und halten ihre Köpfe in die Sonne - tanken die Wärme und Energie in sich, bevor die nächste Wolke wieder kommt. 

Noch vier Tage Schule bevor eine Woche Osterferien kommt - noch eine Mathearbeit, eine Aufsatz, eine Präsentation, eine Auswertung in Naturwissenschaften, noch zwei Tests und dann ja dann endlich sind Osterferien und meine Hoffnung, dass es bis dahin etwas wärmer geworden ist. 

Eure Alexa ❤ 

Mittwoch, 3. Februar 2016

Schneeregen

Das nennt man wohl ein Wintertief - ich weis nicht so recht, was ich schreiben soll. Ich habe sogar letzte Woche keinen einzigen Eintrag in mein Tagebuch geschrieben, obwohl ich eigentlich Sachen berichten könnte. Doch für mich fühlt es sich nicht mehr neu und aufregend an - alles ist normal und Alltag geworden, der Blickwinkel verändert sich auf gewisse Dinge und man denkt viel nach. 
Doch selbst nachdenken ist nicht mehr so leicht, wie früher - in meinem Kopf mischen sich drei Sprachen zu einer und am Ende, weis ich selber nicht mehr, was ich eigentlich denke. Ich fange an auf schwedisch zu denken, doch helfe mir mit Englischen Wörtern aus und gleichzeitig siegt die Gewohnheit manchmal und man denkt weiterhin auf deutsch. 
Schwer ist es auch im Englischunterricht, wenn man etwas schreiben soll und nicht mehr sicher ist, ob das Wort, was man schreiben will, auch wirklich englisch und nicht doch schwedisch oder gar deutsch ist. 

Ich muss mich motivieren wieder Tagebuch zu schreiben, denn es ist so wertvoll alles aufzuschreiben. Jeder Moment ist kostbar, all die netten Menschen, Gefühle und Erlebnisse will ich nicht vergessen, doch ich weis, dass ich es irgendwann tun werde. Einfach, weil immer wieder neue Eindrücke kommen und somit die anderen zurückdrängen. 

Ich hoffe für euch und auch für mich, dass bald wieder Zeiten kommen in denen ich mehr Ideen habe, worüber ich schreiben könnte. 

Ganz liebe Grüsse,
Alexa ❤

Mittwoch, 6. Januar 2016

Heimat

Heimat. Ein Wort was so viel mehr ist und ein Grund, wieso ich die deutsche Sprache liebe. Ich glaube es gibt nur wenige Sprachen, wo man ein vergleichbares Wort finden kann, was so viel Gefuehl ausdrueckt.

Wenn man Heimat sagt, hat jeder sofort ein inneres Bild vor Augen. 
Jeder ein anderes, ein eigenes persönliches.
Heimat ist nicht da, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern dort wo man verstanden wird.

Heimat – du brauchst dich nicht erklären, du kannst einfach sein wie du bist. Man kann zusammen stundenlang reden, gemeinsam lachen doch man kann genauso gemeinsam schweigen. Du brauchst dich nicht verstellen oder angestrengt SmallTalk halten. 
Heimat ist meist dort, wo man aufgewachsen ist oder lange gewohnt hat. Eine Gegend die einen geprägt hat, an die man viele (positive) Erinnerungen hat, die sich wie ein Puzzel ineinander fuegen. 
Doch Heimat muss auch nicht immer gleich eine ganze Stadt sein, manchmal ist es nur ein Strasse oder einfach nur die Sitzecke am Kamin bei deiner Oma, wo du als Kind immer das beste Essen bekommen hast. 
Fuer mich umfasst Heimat zum Beispiel auch das Rauschen von meiner Heizung, welches mich so oft genervt hat – mittlerweile vermisse ich das Geräusch. So eine Kleinigkeit. Doch mit diesem Rauschen verbinde ich auch die warme Bettdecke, den sternenbedeckten Himmel, den ich vom Bett aus sehen kann und auch verbinde ich damit das gute Gefuehl, wenn ich morgens von den Sonnenstrahlen geweckt werde und ich weis das Sonntag ist und ich mich nochmal gemuetlich umdrehen kann und ein Stuendchen länger im Traumland verweilen kann.

Ich habe hier in Schweden ein zweites Zuhause gefunden, doch meine Heimat ist weiterhin in Deutschland.
Ich glaube manchmal muss man erst reisen und Abstand bekommen, um wirklich zu verstehen, wo und was fuer einen Heimat ist. Manchmal weis man vorher nicht, was einem an einem Ort  liegt und manchmal ist man ueber sich selbst erstaunt, was man am meisten vermisst.

Euere Alexa ❤


Sonntag, 20. Dezember 2015

4. Advent

Vierter Advent. 
Ich habe lange ueberlegt, was ich euch schreiben und präsentieren kann. Mehr schwedische Traditionen? Bilder vom weihnachtlichen Stockholm? Ein Rezept? Ein Gedicht?

Letztendlich habe ich mich nun für etwas Gefühlsduselei entschieden. Ich finde das passt auch irgendwie. Weihnachten das Fest der Besinnlichkeit. Das Fest der Familie, Liebe und Fröhlichkeit. Im Radio dudelt, wie jedes Jahr, "Last Christmas, I gave you my heart. But the very next day, you gave it away...", die Straßen sind weihnachtlich geschmückt und zu Hause riecht es nach Plätzchen und Räuchermännern. Eigentlich alles wie immer und so, wie es schon immer war. 
Doch irgendwie hat sich eben doch etwas geändert. 
Wenn ich aus dem Fenster ins Dunkele schaue, sehe ich nicht nur eine Stadt in der die Nacht Einzug gehalten hat und hinter manchen Bürofenstern noch immer Licht brennt. 
Nein, ich sehe ein Welt, wo immer mehr Menschlichkeit fehlt und sich viele vor der Wirklichkeit verstecken. Unsere Welt ist kleiner geworden, wir sind mehr zusammen gewachsen und enger mit einander vernetzt, doch trotzdem grenzen wir uns von einander ab.
Ich will gar nicht die großen Themen ansprechen, wir alle wissen, was los ist. Jeder der Nachrichten schaut und noch einen klaren Menschenverstand mit Toleranz und Wärme besitzt, weis das zur Zeit Dinge vor sich gehen die Jenseits von Gut und Böse sind. 
Als "einfacher, kleiner" Mensch kann man nicht im Alleingang die Welt retten. Das müssen wir auch gar nicht, aber wir können die Augen aufmachen und da helfen und mit verbessern, wo es uns möglich ist. 

Ich möchte in diesem Zuge eine Kleinigkeit ansprechen. Fast täglich durchquere ich das Einkaufscentrum hier, um zum Bus zu laufen. Und wisst ihr was einem auffällt? Alle haben ihr Handy in der Hand und leben in ihrem eigenem kleinem Universium. Letztlich sah ich einen Vater mit seiner kleinen Tochter. Beide saßen gemeinsam auf einer Bank und haben vielleicht auf jemanden gewartet. Die Kleine tippte immer wieder ihren Vater an und wollte ihm etwas erzählen bzw. zeigen. Doch er hatte nur sein Handy in der Hand und schaute gebannt auf den Bildschirm, als könne er damit die Welt verbessern. Und ich bin mir sicher, das er nicht die Welt verbesserte - es war diese "typische" Geste, die man macht, wenn man sich durch die endlose facebook timeline scrollt und sich die Beträge halbherzig anschaut, die Freunde und Bekannte gelikte haben. 
Ich wünsche mir, dass man probiert wenigstens an Weihnachten sein Handy liegen zu lassen und einfach so das Weihnachtsfest mit seinen Liebsten genießt. Wer kann sich schon an die Snaps von letzter Woche erinnern und ist es wirklich so spannend, was jemand aus euerer Freundschaftsliste gelikte hat? Ebenso braucht man keine fünfzig Bilder vom verwackeltem Weihnachtsbaum, dessen Lichter eh viel zu grell für die Handykamera sind. 
Probiert einfach nur den Moment zu geniessen ohne das Bedürfnins es mit der ganzen Welt zuteilen in Form eines Snaps. 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen besinnlichen vierten und damit letzten Advent für das Jahr 2015. 
Eure Alexa ❤


Förlåt för min svensk läsare - jag var för trött så jag översätter inte den text nu. Men jag ska göra det bara lite senare...

Freitag, 9. Oktober 2015

Zeit, wo bist du nur?

Die Zeit verfliegt hier so schnell, dass es einem selber ganz schwindelig wird. Eben war noch Sonntagabend und ich habe auf eine Schulwoche vor mir geblickt und nun ist schon wieder Freitag und frage mich, was passiert ist.
 
Ich habe erst hier begriffen, dass man Zeit nicht festhalten kann.
Zeit ist vergänglich - das war mir zuvor noch nie so bewusst. Du kannst nichts dagegen machen, sie verschwindet einfach. Und ich weis nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Mir wird bewusst, dass ich jeden Tag nur einmal hier lebe - das Alles kommt nie wieder. Ich habe nur diese eine "Chance" - und bin ratlos, wie ich sie nutzen soll.
 
Ich lasse es einfach auf mich zu kommen. Ein bisschen, wie Fallschirm springen.
Einfach Augen-zu-und-durch, springen ins Ungewisse. Einfach die Arme ausstrecken und es genießen. Einfach nur den Moment leben - tief einatmen und das Glück spüren.


Manchmal sollte man sich von einem schlechten Start nicht irritieren lassen - einfach weiter machen - weiter fliegen. Besseres Wetter wird kommen :)

Ich habe gestern meinen schwedisch Kurs getauscht und bin nun im richtigen Kurs. Endlich kann ich wieder neues Wissen in mich aufsaugen (oder es eben probieren). Steigerung von Adjektiven - bra, bättre, bäst.
Auch läuft es in meiner Klasse besser, ich verstehe nun, über was sie reden. Wir lachen zusammen und ich habe das Gefühl angekommen zu sein. Ein schönes Gefühl kann ich euch sagen.

An alle die gerade noch überlegen, ob sie ein Austauschjahr machen - macht es. Ihr werdet Erfahrungen sammeln ohne Ende und euch selbst ganz neu kennen lernen.
 

Eure Alexa ❤

Das wunderschöne Bild stammt von Vincentiu Solomon

Donnerstag, 24. September 2015

Teilen

Teilen - das Erste, woran ich bei dem Wort denke, ist ein Bild, wo Kinder Süßigkeiten teilen. Verrückt oder? Denn, teilen ist so viel mehr :)
Zeit miteinander teilen, Wissen, gemeinsame Interessen, Geschichten teilen, Sprachkenntnisse, Erfahrungen, Freude und auch Sorgen teilen.
Teilen macht uns glücklich und die Welt ein bisschen besser :)

Heute Nachmittag, als ich von der Schule Heim kam, ging es mir nicht besonders gut. Ich war mitten in einem dunklen tiefen Loch und alles war gerade blöd. Ich bin sauer auf mich selber, weil ich meine Erwartungen an mich selbst nicht erfülle. Ich habe noch keine wirklichen Freunde in der Schule gefunden und auch sprachlich läuft es nicht so rosig. Zudem habe ich meine Familie vermisst. Dann habe ich all meine Sorgen runtergeschrieben und mit unserer Facebook ATS-Gruppe geteilt - innerhalb weniger Minuten habe ich fest gestellt, dass ich nicht allein bin - und das hilft. Zu merken, dass man nicht die einzige ist, der es so geht. Auch andere haben noch keine Freunde und sitzten manchmal ne Stunde allein in der Bibliothek - und ja das ist okay. Auch das gehört dazu, denn Austauschschüler zu sein bedeutet eben so viel mehr.
Nachdem ich dann eben gemerkt habe, dass ich nicht allein bin, ging es mir wirklich deutlich besser. Danach bin ich gleich viel besser gelaunt, zum schwedisch Kurs beim Roten Kreuz gegangen. :)

Gestern waren wir mit der Schule in Vallentuna (ein Nachbarort) und haben uns dort einen Vortrag von zwei Astronautinnen angehört. Das war wirklich interessanter, als man denken könnte! Vorallem, weil wir eine relativ kleine Gruppe waren (150 Schüler vermutlich), dadurch fühlte man sich irgendwie besonderer und mehr live dabei :)
Zu Gast waren Jelena Serova und Stephanie Wilson die beiden waren sehr sympathisch. Besonders sympathisch fand ich das Jelena ebenfalls kein perfektes Englisch konnte, sie hatte einen starken Akzent und  hat oft hilfesuchend ihre "Kollegin" angeschaut. Das fand ich irgendwie "beruhigend", man muss nicht alles können - es ist okay, wenn dein Englisch nicht perfekt ist - du kannst trotzdem ins All fliegen. :)

Was ich eigentlich sagen will ist, es ist okay, wenn euer ATJ nicht so aussieht, wie in einem EF Video* - denn das zeigt nicht die Wahrheit. Es gibt immer Phasen, wo es einem schlecht geht und man eigentlich am liebsten zurück in sein altes Leben will, aber eigentlich will man nur wieder zurück zu einem einfachen Leben. Ein Leben mit weniger Problemen, denn Probleme gibt es in einem ATJ immer :)
Doch das ist okay, denn an diesen Herrausforderungen wächst man, sammelt Erfahrungen und wird stärker. Und das ist ja das eigentliche Ziel :)
Und (um nochmal auf den Anfang zurück zu kommen) teilt eure Gefühle mit anderen ATS - denn ganz ehrlich, es hilft zu hören, dass es denn anderen auch so geht :)

Und ich werde mir meinen eigenen Post zu Herzen nehmen, denn eigentlich ist es ja gut! Ich bin sehr glücklich mit meiner Gastfamilie und fühle mich super wohl und auch in der Schule - unfreundlich ist ja keiner - muss ich mich einfach nur bemühen den ersten Schritt zumachen.

Also Kopf hoch, wenn es gerade nicht so läuft :)
Eure Alexa ❤


*EF-Video ist ein Ausdruck für unrealistische ATJ-Videos von EF :D 
Nochmal ein paar Beispiele, weil es so Spaß macht sich über diese Perfektheit aufzuregen *hier* und *hier*.



Sonntag, 23. August 2015

smultronställen

Wir waren übers Wochenende in Sala, denn dort ist das Sommerhaus der Familie (von der gesamten Familie). Dort habe ich dann auch gleich, die Großeltern, sowie die Tante und deren Kinder kennengelernt. 
Am ersten Abend haben wir einen Spaziergang gemacht und - wow, was soll ich sagen. Die Landschaft all das ist so unbeschreiblich schön! 
Es war all wäre ich mitten in die Welt von Lotta und den Kindern aus Bullerbü eingetaucht. Und auch das gesamt Wochenende war im Bullerbü- Stil. Wir verbrachten viel Zeit zusammen. Waren im Wald und haben Pilze gesammelt, waren in der Sauna, haben Pipi Langstrumpf auf schwedisch geschaut, haben gemeinsam gekocht, gegessen und abgewaschen, haben oft Fika gemacht und einfach die Zeit genossen. An diesem Ort kann man wirklich die Zeit anhalten und einfach nur in dem Moment leben. 
Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll - denn es ist unbeschreiblich...



Und das ist nur ein Teil...


Es gibt nur drei Dinge die man in den Astrid Lindgren Filmen nicht mitbekommt :D


1. Am Abend tauchen aufeinmal Unmengen an Fliegen und Mücken auf
2. Am Abend wird es sehr schnell kalt.
3. Es gibt überall freies WiFi. Wirklich überall...


Eure Alexa 

Montag, 20. Juli 2015

Gefühle an der Herrschaft

Langsam wird mir bewusst, dass ich in drei Wochen weg bin und mir wird bewusst, dass ich es noch nicht ganz wahr haben will. 
Im Moment habe ich das Gefühl, dass all dies mich erdrückt und die Luft zum atmen nimmt. Ich fühle mich wie gelähmt, realisiere nur langsam, was um mich herum passiert. Einerseits will ich die Zeit anhalten und noch mehr erledigen, bevor ich fliege. Gleichzeitig würde ich am liebsten jetzt schon die ersten Dinge in meinen Koffer tun. 
Ich fühle mich zudem schrecklich da ich noch immer nicht richtig angefangen habe mit dem schwedisch lernen. Doch, wie das Schicksal so will, habe ich mein Abo bei babbel verlängert. Naja, eigentlich habe ich nur vergessen rechtzeitig zu kündigen, weshalb es sich automatisch um drei Monate verlängert hat... Jetzt kann ich das ganze noch bis Mitte Oktober nutzen. Doch schon bei dem Wort "Oktober" wird mir anders, denn ich habe keine Ahnung was im Oktober sein wird - was ich mache und wie es mir gehen wird. Dieses komische Gefühl habe ich schon den ganzen Tag heute, es ist eine Mischung aus so vielen Sachen - Abschied, Neugier, Angst, Aufbruchsstimmung, Freude und noch so vielen anderen Gefühlen die sich nicht in Worte fassen lassen. 
Wenn ich mich im Spiegel sehe, frage ich mich, ob ich wirklich weiß auf was ich mich da eingelassen habe. Aber, gleichzeitig freue ich mich total auf meine Gastfamilie und die vielen neuen Eindrücke, denn mit jeder Mail wird mir meine Gastfamilie noch sympathischer :)


Naja, ich glaube das war's auch erstmal. Ich hoffe ich nerve euch nicht zu sehr, wenn ich mir immer alles so von der Seele schreibe. Doch ich muss sagen, dass es mir jetzt schon wesentlich besser geht nachdem ich das hier geschrieben habe. Mein Blog hilft mir irgendwie meine Gedanken zu ordnen... 


Einen guten Wochenstart für euch alle,
eure Alexa 

PS. Danke für eure Unterstützung bei der Abstimmung für das Stipendium. Insgesamt habe ich 952 Stimmen erreicht und damit den 9. Platz belegt. Eigentlich hatte ich nicht mit einem so guten Ergebnis gerechnet, immerhin hatten sich über 240 Leute mit angemeldet bei dem Voting.