Ich bin wieder da.
Sitze wieder an meinem Computer und schreibe für euch - so wie ich gerne mache.
Eigentlich spielt es heute in unserer modernen Welt keine Rolle mehr, wo man auf der Welt gerade ist, Google gibt es mittlerweile überall.
Und doch ist es anders, denn ich bin eben nicht irgendwo, sondern an dem Ort der für mich jahrelang mein ein und alles war - mein zu Hause.
Irgendwie ist alles gleich, nichts hat sich verändert. Beim reinfahren in den Ort sah es genauso aus wie ich es vor elf Monaten verlassen habe. Die Graffitis sind noch an dem alten Haus, Papa beschwert sich wie immer über die Autos die an der engen Straßenstelle stehen und auch die Fußwegplatten ist noch genauso mit Rissen wie vor einem Jahr.
Auch das Treppenhaus riecht genauso wie immer - leicht nach Baustelle, Zement und Feuchtigkeit.
Oben in der Wohnung ist auch alles wie immer. Alles sieht so vertraut aus und doch komme ich mir ein bisschen wie zu Besuch vor. Es fühlt sich unreal an - jetzt hier zu bleiben.
Gleichzeitig fühlt sich schon wieder normal an, dass meine kleine Schwester an meiner Tür klopft um rein zu kommen und mir was zu zeigen und das Mama fragt, ob ich auch einen Tee haben möchte.
Alles schein normal. Bis ich meine E-Mails aufmache und in Tränen ausbreche. Ich sitze einfach da und weine vor dem Bildschirm.
Da ist eine Mail von meinem pappa - meinem schwedischen - und er schreibt, mir einfach nochmal das es komisch sein wird, dass ich nun nicht mehr länger mit da bin in Sollentuna. Das er sich freut das ich ein Teil der Familie geworden bin.
Und auf einmal wird mir bewusst, dass ich jetzt wirklich so richtig zurück bin.
Mein Kopf ist ein Chaos ich weis nicht was ich fühle, was ich denke oder auf welcher Sprache. Ich fühle mich verloren und doch geborgen und sicher in zwei Familien die eigentlich so unterschiedlich sind und mir trotzdem beide so vertraut und lieb sind.
Ich bemerke langsam, dass egal wo ich bin - irgendwer fehlt. Ich werde immer einen Teil von dem anderen Leben vermissen, welches ich gerade nicht habe.
Auch wenn es so scheint, als wäre alles beim gleichen. Eigentlich hat sich so viel verändert. Auch hier ist die Zeit nicht stehen geblieben, vielleicht ist weniger passiert doch niemals nichts. Und vorallem bin ich anders. Ich habe mich verändert.
Ich werde noch ein bisschen Zeit brauchen, um klarer denken zu können...
Eure Alexa (die nun seit zwei Stunden, wieder in Stadtroda ist)
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Freitag, 1. Juli 2016
Freitag, 13. März 2015
Sehnsucht und Zukunft
Zukunft, was ist das schon? Wir machen uns alle Gedanken darüber, egal in welcher Situation wir uns befinden. Es ist normal an das morgen zu denken. Mal machen wir dies mit einem Lächeln im Gesicht, mal eher mit einem mulmigen Gefühl im Bauch. Und doch weiß niemand, was das Schicksal noch alles mit uns vor hat.
Zurzeit ist wieder viel Stress
in der Schule, da denke ich nicht in die weite Zukunft. Da bin ich froh, wenn
ich die Termine der nächsten zwei Wochen im Kopf behalten kann. Doch auch
sonst, wenn es „ruhiger“ ist, denke ich nicht viel an Schweden und mein ATJ.
Manchmal stehe ich frühs in der Küche, mache mir Frühstück und Mama fragt mich ob ich aufgeregt sei, wegen Schweden. Dann bin ich für einen kurzen Moment still und überlege. Eigentlich ist es so ein Gefühlsmix aus, keiner Aufregung, einem kribbeln im Bauch und der totalen Aufregung. Ich vermute für Menschen die kein ATJ machen, ist es fast unmöglich das zu verstehen.
Manchmal stehe ich frühs in der Küche, mache mir Frühstück und Mama fragt mich ob ich aufgeregt sei, wegen Schweden. Dann bin ich für einen kurzen Moment still und überlege. Eigentlich ist es so ein Gefühlsmix aus, keiner Aufregung, einem kribbeln im Bauch und der totalen Aufregung. Ich vermute für Menschen die kein ATJ machen, ist es fast unmöglich das zu verstehen.
Doch die Aufregung hängt
einfach damit zusammen, wie viele Gedanken man sich macht.
Klar, wenn ich nicht groß dran
denke – bin ich nicht weiter aufgeregt.
Doch wenn man sich hinsetzt
und überlegt wie das alles kommen mag, wo ich wohnen werde, ob die Gastfamilie
nett sein wird und ob ich die Sprachunterschiede überwinden werde, kommt dieses
kribbeln im Bauch und die Aufregung.
Ich mache mir wenig Gedanken,
ich kann es eh nicht ändern ob die Gastfamilie nett sein wird und wohin ich
komme. Ich lasse mich einfach überraschen vom Schicksal, ich nehme es wie es
kommt.
Und trotzdem gibt es die schönen kleinen Momente, im Unterricht wo ich aus dem Fenster schaue und abtauche in meine Welt, dann träume ich vor mich hin und male mir mein Leben in 6 Monaten aus. Oder, wenn ich in Gesprächen merke, dass ich zu jenem Event gar nicht mehr in Deutschland bin. Das ist irgendwie witzig und doch traurig, weil ich weiß dass hier alles so weitergehen wird wie bisher – nur eben dann ohne mich.
Ich wünsche euch noch ein
ruhiges Wochenende, mit der Zeit um die Gedanken einfach mal kreisen zu lassen.
Eure Alexandra ❤
PS. Es tut mir leid, das ihr
so lange nichts mehr von mir gehört habt. Doch meine Internetverbindung ist
seit ein paar Wochen, sehr launisch und spontan und meist entscheidet sie sich
gegen mich und das Internet :)
PPS. Bild stammt von der Seite www.weheartit.com
PPS. Bild stammt von der Seite www.weheartit.com
Freitag, 12. September 2014
VHS Kurs Schwedisch
Gestern Abend hatte ich meine erste Schnupperstunde im VHS
Schwedisch Kurs. Ich hab mich eh erst mal total gefreut das es einen Kurs gab,
nur leider ist dieser Kurs schon im 3. Semester, sprich es sind keine Anfänger
so wie ich es noch bin. Nun ja ich trotzdem hin und erst ein wenig überrumpelt,
klar typisch ich – hab mir überhaupt nichts gedacht dabei und war null
vorbereitet. So hab ich gleich in der ersten Stunde etwas über schwedisch
Substantive gelernt und deren Artikel die wirklich nicht ganz logisch aufgebaut
sind. Man unterscheidet in unbelebte und belebte die man wieder rum unbestimmt
oder bestimmt benutzen kann. Das dann auch noch in Plural und ach keine Ahnung…
Mein Blatt war schon nach einer halben Stunde so
unübersichtlich, wie ich es von mir sonst nicht gewöhnt bin. Mein Kopf schwirrte
mir sonst wo. Ich kann jetzt also etwas über Substantive erzählen, aber nicht
mal mich selber richtig vorstellen…
Die Kursleiterin war aber total nett und meinte am Ende auch
zu mir ich solle mich immer gleich melden, wenn ich nicht mehr mitkomme. Als
Hausaufgabe haben wir ein Gedicht über Pilze bekommen, was wir bis nächste Woche
fließend lesen können sollen. Ich werde natürlich mein bestes geben, doch das
wird schwierig da ich nicht mal das schwedische Alphabet kenne.
Mal ein kleiner Auszug aus dem Gedicht:
„Vi skyndar på, för att vi ska hinna
Att litet
tid åt oss själva vinna,
förr’n alla kommer I tramp, tramp, tramp
och letar svamp.”
Eine Strophe von sechs insgesamt. An sich ist das Gedicht,
aber voll niedlich ist glaube ursprünglich aus einem Lesebuch für Kinder.
Nun ja ansonsten gibt es nicht also viel neues, hab schon
eine paar Ideen für künftige Blog-Posts. Damit ich da mal ein Rhythmus rein
bekomme, wann ich etwas poste. Zu mindestens hoffe ich das J
Bis dahin, euch eine schöne Zeit!
Eure Alexandra
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