Ich bin wieder da.
Sitze wieder an meinem Computer und schreibe für euch - so wie ich gerne mache.
Eigentlich spielt es heute in unserer modernen Welt keine Rolle mehr, wo man auf der Welt gerade ist, Google gibt es mittlerweile überall.
Und doch ist es anders, denn ich bin eben nicht irgendwo, sondern an dem Ort der für mich jahrelang mein ein und alles war - mein zu Hause.
Irgendwie ist alles gleich, nichts hat sich verändert. Beim reinfahren in den Ort sah es genauso aus wie ich es vor elf Monaten verlassen habe. Die Graffitis sind noch an dem alten Haus, Papa beschwert sich wie immer über die Autos die an der engen Straßenstelle stehen und auch die Fußwegplatten ist noch genauso mit Rissen wie vor einem Jahr.
Auch das Treppenhaus riecht genauso wie immer - leicht nach Baustelle, Zement und Feuchtigkeit.
Oben in der Wohnung ist auch alles wie immer. Alles sieht so vertraut aus und doch komme ich mir ein bisschen wie zu Besuch vor. Es fühlt sich unreal an - jetzt hier zu bleiben.
Gleichzeitig fühlt sich schon wieder normal an, dass meine kleine Schwester an meiner Tür klopft um rein zu kommen und mir was zu zeigen und das Mama fragt, ob ich auch einen Tee haben möchte.
Alles schein normal. Bis ich meine E-Mails aufmache und in Tränen ausbreche. Ich sitze einfach da und weine vor dem Bildschirm.
Da ist eine Mail von meinem pappa - meinem schwedischen - und er schreibt, mir einfach nochmal das es komisch sein wird, dass ich nun nicht mehr länger mit da bin in Sollentuna. Das er sich freut das ich ein Teil der Familie geworden bin.
Und auf einmal wird mir bewusst, dass ich jetzt wirklich so richtig zurück bin.
Mein Kopf ist ein Chaos ich weis nicht was ich fühle, was ich denke oder auf welcher Sprache. Ich fühle mich verloren und doch geborgen und sicher in zwei Familien die eigentlich so unterschiedlich sind und mir trotzdem beide so vertraut und lieb sind.
Ich bemerke langsam, dass egal wo ich bin - irgendwer fehlt. Ich werde immer einen Teil von dem anderen Leben vermissen, welches ich gerade nicht habe.
Auch wenn es so scheint, als wäre alles beim gleichen. Eigentlich hat sich so viel verändert. Auch hier ist die Zeit nicht stehen geblieben, vielleicht ist weniger passiert doch niemals nichts. Und vorallem bin ich anders. Ich habe mich verändert.
Ich werde noch ein bisschen Zeit brauchen, um klarer denken zu können...
Eure Alexa (die nun seit zwei Stunden, wieder in Stadtroda ist)
Freitag, 1. Juli 2016
Samstag, 25. Juni 2016
Update aus dem schwedischen Sommer
Midsommardagen - heute.
Der Tage nach dem ganzen Trubel sozusagen, heute ist ausruhen angesagt, ein bisschen spazieren, radfahren, baden oder einfach nur faul im Gras liegen.
Ich dachte ich nutzte die Zeit und gebe ein kurzes Lebenszeichen.
Nicht ohne Grund, war es in letzter Zeit so still auf meinem Blog - wir hatten die Woche vor Midsommar "WildKids"-Woche - eine Art Spiel- und Wettbewerbswoche für die Kinder.
Es war schön die Kinder besser kennen zu lernen und Zeit hier in Sala zu verbringen. Doch gleichzeitig auch viel zu tun. Ich denke, dass ich später, wenn ich dann wieder in Deutschland bin mich in Ruhe hinsetze und zur WildKids-Woche, Midsommar und all dem noch etwas mehr schreibe und dann auch Bilder kommen.
Denn meine Zeit ist mir etwas zu schade um all die Bilder nun durchzuschauen, in einer Woche sind fast 700 Bilder entstanden... ;)
Für mich sind es nun weniger als 48h bis zum Flughafen. Um ehrlich zu sein, es fühlt sich schrecklich an. Eigentlich möchte ich einfach nur in einer Ecken sitze und probieren das Universum zu überreden auf Pause zu drücken. Ich möchte alles und nichts. Sprich, ganz viel noch machen und erleben und meine Zeit einfach eben schön gestalten und trotzdem ist im Kopf diese Zahl - die einen irgendwie einschüchtert und das ganze Jahr in Frage stellt. Hast du wirklich alles gemacht, was du machen wolltest? Hast du genügend gewagt und hast alle Chancen ergriffen?
Morgen nach dem Frühstück gehts zurück nach Sollentuna, dann wird das letzte verpackt und nochmal schwedische Süssigkeiten für Deutschland gekauft. Dann ein letzten myskväll mit meiner Familie bevor der Reise-Montag losgeht.
Stockholm-München-Berlin. Das ist meine Strecke - mit einiger Wartezeit in München. So werden wir wohl Montagabend beim YES Camp ankommen und dort bis Freittagfrüh sein.
Ich werde mich also irgendwann Anfang Juli wieder melden!
Eure Alexa
Der Tage nach dem ganzen Trubel sozusagen, heute ist ausruhen angesagt, ein bisschen spazieren, radfahren, baden oder einfach nur faul im Gras liegen.
Ich dachte ich nutzte die Zeit und gebe ein kurzes Lebenszeichen.
Nicht ohne Grund, war es in letzter Zeit so still auf meinem Blog - wir hatten die Woche vor Midsommar "WildKids"-Woche - eine Art Spiel- und Wettbewerbswoche für die Kinder.
Es war schön die Kinder besser kennen zu lernen und Zeit hier in Sala zu verbringen. Doch gleichzeitig auch viel zu tun. Ich denke, dass ich später, wenn ich dann wieder in Deutschland bin mich in Ruhe hinsetze und zur WildKids-Woche, Midsommar und all dem noch etwas mehr schreibe und dann auch Bilder kommen.
Denn meine Zeit ist mir etwas zu schade um all die Bilder nun durchzuschauen, in einer Woche sind fast 700 Bilder entstanden... ;)
Für mich sind es nun weniger als 48h bis zum Flughafen. Um ehrlich zu sein, es fühlt sich schrecklich an. Eigentlich möchte ich einfach nur in einer Ecken sitze und probieren das Universum zu überreden auf Pause zu drücken. Ich möchte alles und nichts. Sprich, ganz viel noch machen und erleben und meine Zeit einfach eben schön gestalten und trotzdem ist im Kopf diese Zahl - die einen irgendwie einschüchtert und das ganze Jahr in Frage stellt. Hast du wirklich alles gemacht, was du machen wolltest? Hast du genügend gewagt und hast alle Chancen ergriffen?
Morgen nach dem Frühstück gehts zurück nach Sollentuna, dann wird das letzte verpackt und nochmal schwedische Süssigkeiten für Deutschland gekauft. Dann ein letzten myskväll mit meiner Familie bevor der Reise-Montag losgeht.
Stockholm-München-Berlin. Das ist meine Strecke - mit einiger Wartezeit in München. So werden wir wohl Montagabend beim YES Camp ankommen und dort bis Freittagfrüh sein.
Ich werde mich also irgendwann Anfang Juli wieder melden!
Eure Alexa
Donnerstag, 16. Juni 2016
Hejdå Liida
Zurück in der Zeit und gleichzeitig in die Zukunft schauen. Nichts verstehen und sich trotzdem verstehen. Neues sehen und altes vermissen. Pause und Endspurt gleichzeitig.
Ja, dass beschreibt das Gedanken-Chaos in meinem Kopf ganz gut.
Doch fangen wir von vorne an - ich war in Finnland. (*der erste verständliche Satz*)
Vielleicht fragen sich einige, wieso? Tja, meine beste Freundin hier ist bereits kurz nach Schulschluss zurück nach Finnland gegangen und ihre Familie hat mich eingeladen, sie mit zu begleiten und ein paar Tage mit bei ihnen zu wohnen.
Da man als Austauschschüler sowieso nie "nein" sagt und ich noch nie in Finnland zuvor war habe ich natürlich dankend zugesagt - außerdem bedeutetet es vier Tage länger mit Liida :D
Am Samstag ging es also erst zum Boot in Stockholm und dann haben wir uns auf den Weg nach Finnland bzw. Helsinki gemacht. Mit dabei waren auch Liidas Mamma und ihre Schwester - alleine hätten wir den Weg zum Boot auch gar nicht geschafft mit all dem Gepäck :D
Am Sonntagmorgen waren wir dann in Finnland! Wir hatten ungefähr fünf Stunden um ein bisschen durch Helsinki zu schlendern und was zu sehen. Doch, da wir beide recht müde waren, kam es das wir am Ende doch mal wieder bei einer fika gelandet sind und so drinnen sassen und erzählt haben.
Später haben wir dann den Bus nach Tampere genommen und sind dann dort von ihrem Pappa abgeholt worden.
Montag sind wir nochmal zurück nach Tampere (Finnlands drittgrößte Stadt) und haben uns dort umgeschaut, einen Aussichtspunkt besucht und sehr gut gegessen :D
Abends waren wir noch bei einer kleinen Theatervorstellung in Liidas Heimatort. Eine Jugendgruppe präsentierte ein Stück welches auf eine lustige Art und Weise die finnischen Vorurteile bzw. kulturellen Gegebenheiten aufzeigte. Da das Stück auf englisch war, konnte auch ich alles verstehen und es war wirklich gut gemacht und sehr unterhaltsam!
Zum Nachtisch gab es auch noch ganz traditionell mämmi - typisch finnisch. Eine Art Malzpudding, der eigentlich wie Schokoladen-Brownie Teig aussieht, doch (leider) dann ganz anders schmeckt. Um ehrlich zu sein, dachte ich, dass es schlimmer schmecken würde. Es ist ok. Aber, wenn ich eine Alternative zur Auswahl hätte, würde ich die nehmen :D
(Eine Geschichte bei Wikipedia besagt, dass zum Ende des zweiten Weltkrieges die Amerikaner auf mämmi aufmerksam wurden bzw. sahen und glaubten, dass die Menschen bereits anfangen ihre Exkremente zu essen, da es den Menschen durch die Kriegsnot so schlecht geht. Angeblich sollen danach gleich erste Lebensmittellieferungen nach Finnland organisiert wurden.)
Dienstag konnten wir leider nicht viel machen - ich war einfach zu müde durch meine Erkältung die ich nun schon seit Samstagabend ärgerlicher weise mit mir rumschleppe. Daher wurde Dienstag ein Gammeltag mit Fußball und finnischen/schwedischen/amerikanischen Doku-Soaps. Abends haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt gemacht :)
Mittwoch war leider schon mein letzter Tag in Finnland. Koffer wieder packen, aufräumen, Mittag, dann einen Spaziergang und Liida war am Nachmittag noch Fußball-Trainerin für eine Kindergruppe. Dann ein letztes Mal Abendessen in Finnland und dann haben wir uns schon auf den Weg zum Flughafen gemacht.
Der Flughafen in Tampere bzw. Pirkkala ist wirklich winzig und niedlich. Da sich zu verlaufen wäre unmöglich glaube ich. Mein Flug war der letzte von den fünf die am Tag gehen - insgesamt waren wir nur 16 Passagiere. Der Flug fühle sich echt luxeriös an - eine komplette Reihe für mich und auch vor und hinter mir die Reihe frei.
Durch die Zeitverschiebung mit Finnland bin ich sogar fünf Minuten eher gelandet, als ich losgeflogen bin!
Diese kleine Reise war echt super schön und ich kann jedem Austauschschüler nur raten probieren so viel wie möglich mit zu nehmen an Angeboten im Austauschjahr :)
Kiitos Liida!
Eure Alexa ❤
Ja, dass beschreibt das Gedanken-Chaos in meinem Kopf ganz gut.
Doch fangen wir von vorne an - ich war in Finnland. (*der erste verständliche Satz*)
Vielleicht fragen sich einige, wieso? Tja, meine beste Freundin hier ist bereits kurz nach Schulschluss zurück nach Finnland gegangen und ihre Familie hat mich eingeladen, sie mit zu begleiten und ein paar Tage mit bei ihnen zu wohnen.
Da man als Austauschschüler sowieso nie "nein" sagt und ich noch nie in Finnland zuvor war habe ich natürlich dankend zugesagt - außerdem bedeutetet es vier Tage länger mit Liida :D
Am Samstag ging es also erst zum Boot in Stockholm und dann haben wir uns auf den Weg nach Finnland bzw. Helsinki gemacht. Mit dabei waren auch Liidas Mamma und ihre Schwester - alleine hätten wir den Weg zum Boot auch gar nicht geschafft mit all dem Gepäck :D
Am Sonntagmorgen waren wir dann in Finnland! Wir hatten ungefähr fünf Stunden um ein bisschen durch Helsinki zu schlendern und was zu sehen. Doch, da wir beide recht müde waren, kam es das wir am Ende doch mal wieder bei einer fika gelandet sind und so drinnen sassen und erzählt haben.
Später haben wir dann den Bus nach Tampere genommen und sind dann dort von ihrem Pappa abgeholt worden.
Montag sind wir nochmal zurück nach Tampere (Finnlands drittgrößte Stadt) und haben uns dort umgeschaut, einen Aussichtspunkt besucht und sehr gut gegessen :D
Abends waren wir noch bei einer kleinen Theatervorstellung in Liidas Heimatort. Eine Jugendgruppe präsentierte ein Stück welches auf eine lustige Art und Weise die finnischen Vorurteile bzw. kulturellen Gegebenheiten aufzeigte. Da das Stück auf englisch war, konnte auch ich alles verstehen und es war wirklich gut gemacht und sehr unterhaltsam!
Zum Nachtisch gab es auch noch ganz traditionell mämmi - typisch finnisch. Eine Art Malzpudding, der eigentlich wie Schokoladen-Brownie Teig aussieht, doch (leider) dann ganz anders schmeckt. Um ehrlich zu sein, dachte ich, dass es schlimmer schmecken würde. Es ist ok. Aber, wenn ich eine Alternative zur Auswahl hätte, würde ich die nehmen :D
(Eine Geschichte bei Wikipedia besagt, dass zum Ende des zweiten Weltkrieges die Amerikaner auf mämmi aufmerksam wurden bzw. sahen und glaubten, dass die Menschen bereits anfangen ihre Exkremente zu essen, da es den Menschen durch die Kriegsnot so schlecht geht. Angeblich sollen danach gleich erste Lebensmittellieferungen nach Finnland organisiert wurden.)
Dienstag konnten wir leider nicht viel machen - ich war einfach zu müde durch meine Erkältung die ich nun schon seit Samstagabend ärgerlicher weise mit mir rumschleppe. Daher wurde Dienstag ein Gammeltag mit Fußball und finnischen/schwedischen/amerikanischen Doku-Soaps. Abends haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt gemacht :)
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| Ausflug in Tampere |
Der Flughafen in Tampere bzw. Pirkkala ist wirklich winzig und niedlich. Da sich zu verlaufen wäre unmöglich glaube ich. Mein Flug war der letzte von den fünf die am Tag gehen - insgesamt waren wir nur 16 Passagiere. Der Flug fühle sich echt luxeriös an - eine komplette Reihe für mich und auch vor und hinter mir die Reihe frei.
Durch die Zeitverschiebung mit Finnland bin ich sogar fünf Minuten eher gelandet, als ich losgeflogen bin!
Diese kleine Reise war echt super schön und ich kann jedem Austauschschüler nur raten probieren so viel wie möglich mit zu nehmen an Angeboten im Austauschjahr :)
Kiitos Liida!
Eure Alexa ❤
Freitag, 10. Juni 2016
Studenten
Studenten - dass ist man, wenn man seinen Abschluss bekommt und mit dem Gymnasium fertig ist. In Schweden gibt es viele Traditionen dazu und es ist wirklich ein riesiges Fest und alle sind einfach so glücklich!
An meiner Schule Rudbeck wurden wir Austauschschüler mit eingeladen an dem Studentenfest teilzunehmen! Leider, relativ spät erst, so konnten wir keine typische studentmössa mehr kaufen - die eigentlich mit das wichtigste ist...
So eine Studentmössa behält man sein ganzes Leben meist und durch die Mütze erkennen alle, dass man nun mit der Schule abschließt. Eine solche Mütze kann man selber online gestalten, mit Namen, Sprüchen, Prägungen, Glitzersteinfarben und Flaggen/Bilder in der Innenseite der Mütze. So etwas kann dann, aber auch schnell mal über 100€ kosten!
Gestern, am Donnerstag, war studentlunchen - sprich ein feierliches Mittag in der Schule mit dekorierten Tischen und einem Plan, wo welche Klasse sitzt. Drei Gänge Menü und man wird bedient von den Zweitklässlern (also entspricht der 11. bzw. 12. Klasse). Zuvor gab es noch Reden von unterschiedlichen Direktoren und Lehrern, auch wurden die besten Abschlussarbeiten ausgezeichnet und Stipendien verteilt.
Am eigentlichen grossen Tag starten viele schon mit einem Champagner-Frühstück noch bevor es zur Schule geht. In der Schule trifft man zum letzten Mal nochmal seine Mentorgruppe und es gibt die Zeugnisse - welche in Schweden nicht so zeremoniell ist, wie teilweise in Deutschland.
In der Aula gab es noch eine Abschlussshow und wow, die Stimmung war echt unbeschreiblich. Alle waren so aufgedreht und glücklich und aus einer Ecke fangen immer wieder Schüler an zu singen, tanzen, schreien vor Freude.
Es sind verschiedene Schüler aufgetreten und haben ihre Lieder präsentiert - bereits war waren alle total begeistert und haben nur so mit gejubelt! Doch als, dann ein paar Lehrer aufgetreten sind und getanzt haben, gab es nur wenige die nicht aufgestanden und mit getanzt haben :D

Zum Ende hin wurde die Masse von Schülern etwas unruhig und hat den Weg nach draußen gesucht. Denn, da kommt es zum Höhepunkt des ganzen Tages - nein, was schreibe ich?! Darauf warten alle schon seit sie mit der Schule angefangen haben!
Eigentlich ist es ganz simpel - alle Studenten rennen gleichzeitig raus, wo Familie und Freunde schon warten! Doch irgendwie ist es dann doch mehr als nur raus rennen :D
Dieses Jahr war es ein sehr grosser Jahrgang mit fast 700 Abschluss-Studenten! Bitte, überlegt euch das mal, wenn 700 extrem übermotivierte gleichzeitig rausrennen! Ja, es war echt toll! Die Türen wurden auch alle extra mit Schaumgummi abgepolstert :D
Draußen angekommen, stehen hinter dem Absperrband alle Verwandten und Freunde mit Schildern und Flaggen und all möglichem :D Doch erst wird noch gemeinsam das Studentenlied gesungen und getanzt :)
Zudem tragen 99,99% der Mädchen ein weises Kleid bzw. Hose mit Oberteil - und die Jungs entweder auch weis oder aber im Anzug. Obwohl es nur 12 Grad waren, war es eigentlich ok im Kleid, durch all die Aufregung hatte man eh keine Zeit zum frieren :D
Hier ein paar Fotos von meiner Schule:
Gestern beim Studentlunch und den Reden
Heute beim "utspring"
Ein Video von vor zwei Jahren - ab Minute 2:10 wird es interessant :D
Eure Alexa ❤
An meiner Schule Rudbeck wurden wir Austauschschüler mit eingeladen an dem Studentenfest teilzunehmen! Leider, relativ spät erst, so konnten wir keine typische studentmössa mehr kaufen - die eigentlich mit das wichtigste ist...
So eine Studentmössa behält man sein ganzes Leben meist und durch die Mütze erkennen alle, dass man nun mit der Schule abschließt. Eine solche Mütze kann man selber online gestalten, mit Namen, Sprüchen, Prägungen, Glitzersteinfarben und Flaggen/Bilder in der Innenseite der Mütze. So etwas kann dann, aber auch schnell mal über 100€ kosten!
Gestern, am Donnerstag, war studentlunchen - sprich ein feierliches Mittag in der Schule mit dekorierten Tischen und einem Plan, wo welche Klasse sitzt. Drei Gänge Menü und man wird bedient von den Zweitklässlern (also entspricht der 11. bzw. 12. Klasse). Zuvor gab es noch Reden von unterschiedlichen Direktoren und Lehrern, auch wurden die besten Abschlussarbeiten ausgezeichnet und Stipendien verteilt.
Am eigentlichen grossen Tag starten viele schon mit einem Champagner-Frühstück noch bevor es zur Schule geht. In der Schule trifft man zum letzten Mal nochmal seine Mentorgruppe und es gibt die Zeugnisse - welche in Schweden nicht so zeremoniell ist, wie teilweise in Deutschland. In der Aula gab es noch eine Abschlussshow und wow, die Stimmung war echt unbeschreiblich. Alle waren so aufgedreht und glücklich und aus einer Ecke fangen immer wieder Schüler an zu singen, tanzen, schreien vor Freude.
Es sind verschiedene Schüler aufgetreten und haben ihre Lieder präsentiert - bereits war waren alle total begeistert und haben nur so mit gejubelt! Doch als, dann ein paar Lehrer aufgetreten sind und getanzt haben, gab es nur wenige die nicht aufgestanden und mit getanzt haben :D

Zum Ende hin wurde die Masse von Schülern etwas unruhig und hat den Weg nach draußen gesucht. Denn, da kommt es zum Höhepunkt des ganzen Tages - nein, was schreibe ich?! Darauf warten alle schon seit sie mit der Schule angefangen haben!Eigentlich ist es ganz simpel - alle Studenten rennen gleichzeitig raus, wo Familie und Freunde schon warten! Doch irgendwie ist es dann doch mehr als nur raus rennen :D
Dieses Jahr war es ein sehr grosser Jahrgang mit fast 700 Abschluss-Studenten! Bitte, überlegt euch das mal, wenn 700 extrem übermotivierte gleichzeitig rausrennen! Ja, es war echt toll! Die Türen wurden auch alle extra mit Schaumgummi abgepolstert :D
Draußen angekommen, stehen hinter dem Absperrband alle Verwandten und Freunde mit Schildern und Flaggen und all möglichem :D Doch erst wird noch gemeinsam das Studentenlied gesungen und getanzt :)
Zudem tragen 99,99% der Mädchen ein weises Kleid bzw. Hose mit Oberteil - und die Jungs entweder auch weis oder aber im Anzug. Obwohl es nur 12 Grad waren, war es eigentlich ok im Kleid, durch all die Aufregung hatte man eh keine Zeit zum frieren :D
Hier ein paar Fotos von meiner Schule:
Gestern beim Studentlunch und den Reden
Heute beim "utspring"
Ein Video von vor zwei Jahren - ab Minute 2:10 wird es interessant :D
Eure Alexa ❤
Mittwoch, 8. Juni 2016
Sommerliches Wochenende ☀️
| Veganes Eis bei Sonnenschein |
Wir sind auch mit ins Olympia Stadion gefahren um zu sehen, wie Liidas Papa ins Ziel einläuft, das war wirklich eine tolle Stimmung dort!
Mein Gast-Opa ist auch mit gelaufen, leider hatten wir ihn während dem Marathon verpasst zumindestens nicht gesehen. Doch am Bahnhof haben wir uns dann zufällig getroffen. Mit über 70 Jahren noch einen Marathon erfolgreich laufen zu können, ist wirklich eine bemerkenswerte Leistung, wie ich finde!
| Das Ziel im Olympia Stadion in Stockholm |
Am Sonntag war ich eingeladen zu einer Geburtstagsparty von meinen Freunden. Eigentlich sollten wir alle schon gegen 9 Uhr dort sein, doch naja es wurde bei den meisten wesentlich später. Am Ende hat aber noch alles geklappt und wir konnten unsere Freundin mit einer Überraschungsparty überraschen. Der Tag war wirklich ein schöner Abschluss, denn es war nicht nur die nachträgliche Geburtstagsfeier, sondern auch das letzte Mal für mich alle so zusammen zu sehen. Also haben wir die Zeit einfach genossen, Kuchen gebacken, gegrillt, viel erzählt und gelacht.
Am Montag hatten wir alle frei, denn es war der schwedische Nationaltag! Jedoch, feiert man den gewöhnlich nicht sooo sehr. Am Nachmittag habe ich mich mit ein paar Austauschschülern für eine fika getroffen und ein bisschen gequatscht. Am Abend sind wir (meine Gasteltern und ich) in einen kleinen Wald gefahren um dort ein gemütliches Abendessen zu kochen und die Aussicht zu genießen. Der Abend hat mir sehr gut gefallen, der Wald war wirklich richtig schön und von den Temperaturen genau angenehm :)
Nächstes morgen und Freitag ist Abschluss für den Abschlussjahrgang und wir Austauschschüler dürfen, dass ganze mit verfolgen und sind auch zum Studentlunch mit eingeladen! Am Wochenende geht es für mich dann für ein paar Tage nach Finnland und dann ist schon wieder bald Midsommar! Die Zeit vergeht schnell... Ich vermute daher, dass ich nicht so wirklich Zeit haben werde zum schreiben, doch wir werden sehen!
Eure Alexa ❤
Freitag, 3. Juni 2016
Wie fühlt sich das an?
"Hur känns det?" - Ja, wie fühlt es sich an, bald zurück nach Deutschland zu fliegen? Die Frage bekomme ich fast täglich gestellt und jedes Mal schaue ich ratlos in die Gesichter der anderen und versuche irgendwie diesen paradox zu erklären. Doch ich glaube es ist hoffnungslos, vermutlich gehört das Gefühl mit zu der Gruppe "das-kennen-nur-Austauschschüler".
Heute war mein letzter "Schultag" - Schultag in Anführungszeichen, da ich nur eine Stunde hatte... Gestern hatte ich immerhin zwei Stunden. Obwohl offizieller Schulschluss erst nächste Woche Donnerstag bzw. Freitag ist, haben die meisten Lehrer ihre Kurse schon beendet. Die letzte Stunde dann mit fika und einer kleinen Gesprächsrunde abgeschlossen, am Ende dann immer dieser komischer Moment - sich verabschieden, bedanken und die Nachfrage, wann ich den zurück fahre und wie es sich anfühlt...
Als erstes erscheint es mir noch immer einfach unreal, dass wir schon JUNI haben! Das kam mir alles wie gestern vor... Ich merke, wie ich hier wirklich ein zu Hause gefunden habe. Alles ist mir so vertraut; meine Gastfamilie, Schule, Freunde, Lehrer, mein Schulweg, Gewohnheiten hier und auch die Straßen in Stockholm sind mir bekannter und vertrauter geworden. Ich mag mein Leben hier - es ist anders, als das was ich in Deutschland hatte. Vieles ist anders.
Doch wie YFU eben immer sagt; “It's not right it's not wrong it's just different.”
Gleichzeitig müsste ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich meine deutsche Heimat nicht vermissen würde oder es mir gleichgültig wäre, wann ich wieder heim komme.
Denn bei jedem Blick auf den Countdown auf meinem Handy, wo die Tage zu meinem Abflug runter gezählt werden, wird mein Herz vor Glück auf einmal ganz leicht und ich freue mich so sehr meine Schwester wieder umarmen zu können und einfach wieder alle bei mir zu haben, doch im selben Moment, fängt mein Herz auch zu rassen an und ist nah dran zu zerplatzen, weil es sich anfühlt, als würde einem der Sauerstoff ausgehen. Das Wissen, das in der gleichen Anzahl an Tagen hier alles zu Ende gehen wird.
"Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere." - Ja, genau das ist es ja! Ich freue mich ja in den neuen Raum zu gehen und wieder ein neues Kapitel anzufangen. Doch ich wäre halt einfach gerne gleichzeitig in beiden Räumen, auch wenn ich weiß, dass es nicht möglich ist.
Eure Alexa ❤
Heute war mein letzter "Schultag" - Schultag in Anführungszeichen, da ich nur eine Stunde hatte... Gestern hatte ich immerhin zwei Stunden. Obwohl offizieller Schulschluss erst nächste Woche Donnerstag bzw. Freitag ist, haben die meisten Lehrer ihre Kurse schon beendet. Die letzte Stunde dann mit fika und einer kleinen Gesprächsrunde abgeschlossen, am Ende dann immer dieser komischer Moment - sich verabschieden, bedanken und die Nachfrage, wann ich den zurück fahre und wie es sich anfühlt...
Als erstes erscheint es mir noch immer einfach unreal, dass wir schon JUNI haben! Das kam mir alles wie gestern vor... Ich merke, wie ich hier wirklich ein zu Hause gefunden habe. Alles ist mir so vertraut; meine Gastfamilie, Schule, Freunde, Lehrer, mein Schulweg, Gewohnheiten hier und auch die Straßen in Stockholm sind mir bekannter und vertrauter geworden. Ich mag mein Leben hier - es ist anders, als das was ich in Deutschland hatte. Vieles ist anders.
Doch wie YFU eben immer sagt; “It's not right it's not wrong it's just different.”
Gleichzeitig müsste ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich meine deutsche Heimat nicht vermissen würde oder es mir gleichgültig wäre, wann ich wieder heim komme.
Denn bei jedem Blick auf den Countdown auf meinem Handy, wo die Tage zu meinem Abflug runter gezählt werden, wird mein Herz vor Glück auf einmal ganz leicht und ich freue mich so sehr meine Schwester wieder umarmen zu können und einfach wieder alle bei mir zu haben, doch im selben Moment, fängt mein Herz auch zu rassen an und ist nah dran zu zerplatzen, weil es sich anfühlt, als würde einem der Sauerstoff ausgehen. Das Wissen, das in der gleichen Anzahl an Tagen hier alles zu Ende gehen wird.
"Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere." - Ja, genau das ist es ja! Ich freue mich ja in den neuen Raum zu gehen und wieder ein neues Kapitel anzufangen. Doch ich wäre halt einfach gerne gleichzeitig in beiden Räumen, auch wenn ich weiß, dass es nicht möglich ist.
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| In 24 Tagen wird sich meine nächste Tür öffnen |
Sonntag, 29. Mai 2016
Carlexa wieder vereint - Teil 2
Nun ist unsere lang geplante Reise schon wieder vorbei und ich sitze am Flughafen von Luleå.
Am nächsten Tag sind wir rein nach Boden gefahren und sind kurz durch die belebten Straßen der Kleinstadt gelaufen, bevor den Bus nach Luleå genommen haben.
Unsere kleine Schweden(Rund)Reise kam uns immer wie ewig weit weg vor - das Anfang vom Ende. Ja, genau so ist es nun auch. Weniger als ein Monat bis zum Abflug und uns allen ist bewusst, dass die letzten vier Wochen nicht schleichen werden, sondern wohl eher nur so davon rennen werden...
Am Dienstag Nachmittag ging unser Nachtzug nach Boden - insgesamt 12 Stunden Zugfahrt. Auch, wenn es keiner so ganz verstehen konnte, wir haben es mit Absicht so gewählt und uns gefreut.
Tja und so saßen wir eben 12 Stunden an unserem Platz mit Fenster und Tisch - zum Glück hatten, wir nach zwei-drei Stunden den gesamten Vierer-Platz für uns.
Proviant hatten wir reichlich dabei, da wir auch vormittags noch Pizzamuffins gebacken hatten. Die Zeit vertrieben wir uns mit erzählen, Blogs bearbeiten, malen, essen und Netflix schauen. Und als wir langsam müde wurden haben wir versucht es uns so gemütlich zu machen, wie es eben auf einem Zugplatz sein kann. Schon auf der Zugfahrt zeigte mir Schweden, wie Sommernächte aussehen - hell. Den im Norden von Schweden, wird es einfach so gar nicht mehr dunkel nachts.
Ansonsten sind wir vor allem durch endlos-scheinenden Nadelwäldern gefahren und manchmal an einem kleinen See vorbei gekommen.
Als wir dann frühs kurz vor sechs abgeholt wurden, waren wir recht müde, da die Sachen mit "im-Zug-schlafen" doch nicht sooo leicht war...
Doch auf der Fahrt zu Caros Gastfamilie haben wir tatsächlich einen ELCH gesehen! Er ist vor uns über die Strasse gelaufen und dann im Wald stehen geblieben, so dass wir uns gegenseitig angestarrt haben :)
Doch auf der Fahrt zu Caros Gastfamilie haben wir tatsächlich einen ELCH gesehen! Er ist vor uns über die Strasse gelaufen und dann im Wald stehen geblieben, so dass wir uns gegenseitig angestarrt haben :)
Den Rest des Tages haben wir dann geschlafen und abends nur einen kleinen Spaziergang gemacht.
| Zu Hause bei Caro :) |
Dort haben wir den Tag in der Innenstadt und am Hafen verbracht und den schwedischen Sommer genossen. In Luleå haben wir auch übernachtet - bei Caros Area Rep (Betreuer von YFU vor Ort für einen als Austauschschüler).
Am nächsten Tag sind wir ins technische Museum, welches wirklich toll war! Und dann zurück nach Boden, was durch die (schlechten) Busverbindungen nicht so leicht war :D
Dort hatten wir einen Myskväll mit Caros Kirchen-Kindergruppe. Das war wirklich richtig schön - fünf Mädels plus drei "Betreuer" - erst eine Schnitzeljagt für die Kids, dann Film schauen mit Chips und Süßigkeiten. Übernachtet haben wir alle zusammen auf auf Luftmatratzen und Schlafsäcken.
Am Samstag waren wir auch noch auf einem Flohmarkt und sind dann wieder zu Caro heim gefahren, da haben wir den Nachmittag recht ruhig verbracht und das Abendessen mit zubereitet.
Am Abend hat mir Caro noch die Haare geschnitten! Ich wollte schon seit längerem zum Frisör um die Spitzen (und ein bisschen mehr) schneiden zu lassen, doch da Caro sehr geübt und geschickt im Haare schneiden ist, hat sie mir freundlicher weise noch die Haare geschnitten.
Auch, wenn ich anfangs verunsichert war (was ich IMMER beim Frisör bin), liebe ich nun meine kürzeren Haare! Fotos werden bestimmt noch folgen!
Insgesamt waren diese zehn Tage einfach eine wunderbare Auszeit! Caro ist mir so ans Herz gewachsen und einfach eine Mensch auf den ich zählen kann. Wir können einfach super zusammen erzählen, lachen, uns über die gleichen Sachen aufregen oder auch einfach mal schweigen :)
Danke das es dich gibt Caro ❤
Caro hat auch das ganze Wochenende an ihrem Blog gearbeitet und war super fleißig, schaut gerne mal bei ihrem Blog Buntamante vorbei!!!
Eure Alexa ❤
Dort hatten wir einen Myskväll mit Caros Kirchen-Kindergruppe. Das war wirklich richtig schön - fünf Mädels plus drei "Betreuer" - erst eine Schnitzeljagt für die Kids, dann Film schauen mit Chips und Süßigkeiten. Übernachtet haben wir alle zusammen auf auf Luftmatratzen und Schlafsäcken.
Am Samstag waren wir auch noch auf einem Flohmarkt und sind dann wieder zu Caro heim gefahren, da haben wir den Nachmittag recht ruhig verbracht und das Abendessen mit zubereitet.
Am Abend hat mir Caro noch die Haare geschnitten! Ich wollte schon seit längerem zum Frisör um die Spitzen (und ein bisschen mehr) schneiden zu lassen, doch da Caro sehr geübt und geschickt im Haare schneiden ist, hat sie mir freundlicher weise noch die Haare geschnitten.
Auch, wenn ich anfangs verunsichert war (was ich IMMER beim Frisör bin), liebe ich nun meine kürzeren Haare! Fotos werden bestimmt noch folgen!
| Ich als Astronaut im technischem Museum |
| Lunch mit Caro am Hafen in der Sommersonne! #wasgibtesbesseres? |
Danke das es dich gibt Caro ❤
Caro hat auch das ganze Wochenende an ihrem Blog gearbeitet und war super fleißig, schaut gerne mal bei ihrem Blog Buntamante vorbei!!!
Eure Alexa ❤
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